
Ab dem kommenden Frühjahr werden landesweite Bürgerversammlungen stattfinden, bei denen die Teilnehmer Vorschläge für Reformen einreichen können. Dieser Prozess soll zur Sicherung seiner Transparenz von „Volksbeobachtern“ begleitet und kontrolliert werden.
Über das Kurznachrichtenportal Twitter und ihre offizielle Internetseite hatte die Regierung in der vergangenen Woche Informationen zu den Planungen veröffentlicht. Die Ergebnisse dieser Dialoge sollen der Präsidentin im Oktober 2016 übergeben werden.
Die aktuelle Verfassung Chiles stammt aus der Zeit des Diktators Augusto Pinochet (1973-1990). Sie wurde mit der Rückkehr zur Demokratie seit 1990 einige Male reformiert. „Die aktuelle Verfassung hat ihren Ursprung in einer Diktatur, sie wird den Notwendigkeiten unserer Zeit nicht gerecht. Sie wurde durch einige wenige über eine Mehrheit durchgesetzt, deswegen wurde sie ohne Legitimität geboren und konnte nicht von den Bürgern als ihre eigene akzeptiert werden“, so die Präsidentin.




