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Bundesfreiwilligendienst: AWZ-Vorsitzende begrüßt Sonderprogramm

bundesfreiwilligendienstBerlin. – Im Rahmen des Sonderprogramms „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ will die Bundesregierung in den kommenden drei Jahren jeweils bis zu 10.000 zusätzliche Stellen schaffen. Die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) im Deutschen Bundestag, Dagmar Wöhrl (CSU), begrüßte das Sonderprogramm am Montag als „sehr gewinnbringenden Ansatz“.

Bewerben können sich für das Sonderprogramm des Bundesfreiwilligendienstes außer deutschen Freiwilligen auch Asylberechtigte und Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive. Mögliche Einsatzbereiche sind unter anderem die Betreuung bei der Unterbringung und Versorgung in Flüchtlingseinrichtungen, die Unterstützung bei Alltagsfragen und als Übersetzungshelfer. Am Anfang des Programms steht bei Bedarf ein vierwöchiger Intensivsprachkurs. Während des Programms, das bis 31. Dezember 2018 begrenzt ist, sind einsatzbegleitende Spracherwerbsmaßnahmen und Reflexionsseminare vorgesehen.

„Wir müssen das Potenzial, das hier für die Integration der Flüchtlinge in Deutschland und für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts liegt, voll ausschöpfen“, erklärte Dagmar Wöhrl. „Die besondere Chance des Programms sehe ich darin, dass Flüchtlinge selbst als Teilnehmer mitmachen können. Engagement für Flüchtlinge mit der Hilfe von Flüchtlingen ist ein zukunftsweisendes Konzept. Wöhrl fordert, mindestens die Hälfte der Stellen mit Flüchtlingen zu besetzen.

„Wenn Flüchtlinge selbst mit anpacken, dann hilft das ihnen bei ihrer Integration, weil sie lernen, in unserer Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen“, sagte Wöhrl. „Wenn Flüchtlinge sich selbst für Flüchtlinge einsetzen, wird das auch zur weiteren gesellschaftlichen Akzeptanz von Flüchtlingen beitragen. Die Kenntnisse aus den Intensivsprachkursen, die am Anfang des Programms vor Dienstbeginn absolviert werden, können die Flüchtlinge direkt in der Praxis anwenden und stärken. Bei der Zusammenarbeit mit ihren deutschen Kollegen kann es zu einem wertvollen Erfahrungsaustausch und zum Abbau von Vorurteilen kommen. Mit ihren verschiedenen sprachlichen und kulturellen Kenntnissen können die Flüchtlinge Brücken zwischen der einheimischen Bevölkerung und Menschen bauen, die gerade erst in Deutschland angekommen sind.“

=> www.bundesfreiwilligendienst.de 

Quelle: www.dagmar-woehrl.de 

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