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UN-Generalsekretär Annan verschiebt Asienreise wegen desolater Finanzlage der UNO

Kofi AnnanNew York (epo). – UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat eine zweiwöchige Asienreise verschoben, um sich um die desolate Finanzlage der Vereinten Nationen kümmern zu können. Wie eine UN-Sprecherin in New York erklärte, sollen am Wochenende Verhandlungen mit UN-Mitgliedsstaaten über den Haushaltsentwurf für die Jahre 2006 und 2007 stattfinden. Das für die beiden Jahre geplante reguläre Budget von 3,89 Milliarden US-Dollar kann von der Vollversammlung nicht verabschiedet werden, weil die USA Zahlungen von konkreten Schritten bei der UN-Reform abhängig machen.

Wie UN Controller Warren Sach vor der Presse sagte, birgt der US-Vorschlag, zunächst einen Übergangsetat für drei Monate aufzustellen, große Risiken. Die UN benötigten im ersten Quartal 2006 rund 450 bis 500 Millionen Dollar, könnten realistisch gesehen aber nur mit 170 oder 180 Millionen ausgezahlter Überweisungen rechnen. Damit entstünden konkrete Probleme bei den Gehaltsauszahlungen, bei Reisen und bei der Materialbeschaffung.

Rund drei Viertel der UN-Kosten sind Personalkosten. Darüber hinaus müssen UN-Behörden und Agenturen wie die FAO, UNHCR oder UNICEF und Friedenseinsätze finanziert werden. Allein die friedenserhaltenden Einsätze der UN-Blauhelme kosten zusätzlich zum regulären Budget im Jahr 2005 weitere 3,6 Mrd. Dollar.

Der schon vor seiner Nominierung als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen umstrittene UN-Gegner John Bolton hatte erklärt, die UN-Generalversammlung müsse sich zunächst mit der UN-Reform befassen, ehe das Budget 2006/07 beschlossen werden könne.

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