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Brasilien: Gewerkschaften drohen Rousseff Unterstützung zu entziehen

amerika 21Brasília. – Die drei führenden Gewerkschaftsverbände Central Única dos Trabalhadores (CUT), Força Sindical und União Geral dos Trabalhadores (UGT) drohen der Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff die Unterstützung zu entziehen, sollte sie den Weg der strikten Haushaltskonsolidierung auch im Jahr 2016 fortsetzen. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag berichtet.

Als Ende Dezember 2015 der unternehmerfreundliche Finanzminister Joaquim Levy durch den Minister für Planung und Haushalt, Nelson Barbosa, ersetzt wurde, zeigten sich Gewerkschaften und soziale Bewegungen optimistisch, dass die Regierung die geplanten Kürzungen bei Sozialversicherung und Altersvorsorge überdenken würde. Barbosa war bereits in den Jahren 2008 bis 2010 als Staatssekretär im Finanzministerium tätig und gilt als Befürworter staatlicher Interventionen und Kredite als probates Mittel zur Ankurbelung der Wirtschaft.

Doch bereits in seiner Antrittsrede kündigte er an, den eingeschlagenen Weg der Haushaltskonsolidierung mit all ihrem Beiwerk an Kürzungen sowie die Bekämpfung der Inflation fortzuführen, berichtete amerika21. Barbosa erklärte gegenüber ausländischen Investoren die Senkung der Staatsverschuldung zu seinem obersten Ziel, um so die Märkte zu beruhigen. Erst danach könne man die Investitionen erhöhen, so der Minister.

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Quelle: amerika21.de

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