
Silberhorn sagte dazu: „Für viele Flüchtlinge im Sudan ist die Lage hoffnungslos. Ein Großteil lebt in isolierten Lagern, ohne Aussicht auf Arbeit oder Einkommen. Die gefährliche Weiterreise nach Europa ist oft der einzige Ausweg. Der Migrationsdruck aus Afrika auf Europa ist sehr viel größer als wir bisher wahrnehmen.“
Der Sudan ist ein wichtiges Aufnahme- und Transitland für Flüchtlinge. Etwa 350.000 Menschen, hauptsächlich aus Eritrea und dem Südsudan, haben dort Zuflucht gefunden. Mit deutscher Hilfe sollen Flüchtlinge eine Ausbildungs- und Einkommensmöglichkeit erhalten, beispielsweise im landwirtschaftlichen Bereich, bei der Herstellung von Möbeln oder in der Fahrzeugmechanik.
Auch sollen Gemeinden Unterstützung erhalten, die Flüchtlinge aufnehmen. Hier geht es etwa um Schulspeisungsprogramme, die Rehabilitierung von Schulen und Krankenstationen oder eine bessere Wasserversorgung.
Das BMZ investiert für die Bekämpfung von Fluchtursachen im Sudan insgesamt 35 Millionen Euro und arbeitet eng mit den vor Ort tätigen Hilfsprogrammen der Vereinten Nationen zusammen. Bei seinen Treffen mit der sudanesischen Regierung sprach Silberhorn auch die Rechte von Flüchtlingen an. Wegen der problematischen Menschenrechtssituation hat Deutschland seit den neunziger Jahren seine bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Sudan eingestellt und fördert dort nur nichtstaatliche Projekte.
Quelle: bmz.de




