
Die Studie erklärt, wie Waffenlieferungen in Konfliktzonen nicht nur zur Ausrüstung involvierter Staaten beitragen, sondern zu Toten und Verletzten sowie Armut, Flucht und Vertreibung führen. Durch regelmäßige Kredite für die Rüstungsindustrie forcieren Banken diesen Prozess.
Die Organisationen kritisieren vage Selbstverpflichtungen der Banken und mangelnde Transparenz. Umfragen zeigen, dass Bundesbürger mehrheitlich Rüstungsgeschäfte ihrer Banken ablehnen. „Die Kunden haben das Recht zu erfahren, in welche Geschäftszweige und in welche Firmen ihr Geld angelegt wird – vor allem, wenn es um so kontroverse Branchen wie die Rüstungsindustrie geht“, sagte Thomas Küchenmeister, geschäftsführender Vorstand von Facing Finance.
Zu einem Großteil der untersuchten Firmen unterhalten laut der Studie folgende Banken Geschäftsbeziehungen: die Deutsche Bank (Volumen: 1,47 Mrd. €), die Commerzbank (1,24 Mrd. €), die HypoVereinsbank/UniCredit (1,23 Mrd. €) und die Bayerische Landesbank (656 Mio. €).
„Viele deutsche Großbanken haben aus Angst um ihre Reputation zuletzt Richtlinien für den Rüstungssektor verabschiedet, etwa zum Thema Streumunition. Der Praxischeck belegt: Das reicht nicht. Rüstungsgeschäfte in Konfliktregionen oder Atomwaffenhersteller etwa finanzieren sie weiterhin“, sagte Barbara Happe, urgewald-Bankenreferentin.
Die Geldinstitute, so die Studie, können als Geldgeber und Anteilseigner erheblichen Einfluss auf die Rüstungsindustrie ausüben. Bisher ließen sich jedoch nur vereinzelt vor allem Nischenbanken identifizieren, die Rüstungsunternehmen konsequent meiden.
=> Studie: Die Waffen meiner Bank
Bild: © Logo Broschüre Facing Finance / urgewald
Quellen: facing-finance.org/en/ / urgewald.org




