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Datenportal: TU Dresden macht Eismassenschwund der Antarktis sichtbar

antarktis eismasse

Dresden. – Die Technische Universität Dresden hat jetzt ein Datenportal zur Massenänderung des antarktischen Eisschildes für die allgemeine Nutzung freigegeben. Damit machen Wissenschaftler des Instituts für Planetare Geodäsie der TU Dresden den Eismassenschwund der Antarktis sichtbar. Pro Jahr gehen rund 100 Gigatonnen Eis in der Antarktis verloren.

Der bis zu 4.800 Meter mächtige Eisschild auf dem antarktischen Kontinent hat in den vergangenen Jahren an Masse verloren. Zu diesem Schluss kommt eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien. Monat für Monat und untergliedert nach Regionen können alle Interessierten die antarktischen Eismassenänderungen jetzt mitverfolgen. Dafür haben Prof. Martin Horwath und sein Team Daten der deutsch-amerikanischen Satellitenmission GRACE ausgewertet. Diese Mission erfasst kleinste Änderungen der Schwerkraft, die zum Beispiel entstehen, wenn Massen in verschiedenen Gebieten zu- oder abnehmen.

Die Europäische Weltraumagentur ESA beauftragt im Rahmen ihrer „Climate Change Initiative“ Wissenschaftler, klimarelevante Satellitendaten für einen breiten Nutzerkreis aufzubereiten. Im Rahmen eines solchen ESA-Projektes haben die Dresdener Geodäten nun die Analyse der GRACE-Daten verfeinert und damit die Genauigkeit der Ergebnisse verbessert. Zusätzlich entwickelten sie ein intuitiv zu bedienendes interaktives Datenportal, das nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit eröffnet, auf diese Informationen zuzugreifen.

Die Eismasse auf dem Antarktischen Festland, so die Wissenschaftler, hat von 2002 bis Anfang 2016 im Durchschnitt etwa 100 Gigatonnen pro Jahr abgenommen. Dies entspricht der Masse von 100 Kubikkilometern Wasser. Gleichmäßig auf die Fläche Deutschlands verteilt ergäbe dies eine Wasserschicht von 28 Zentimetern Höhe – jedes Jahr. Auf die Fläche der Ozeane verteilt ergibt sich ein Beitrag von jährlich 0,27 mm, und damit etwa 9 Prozent des durchschnittlichen globalen mittleren Meeresspiegelanstiegs.

=> Datenportal

Quelle: www.tu-dresden.de 

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