
Entwicklungsminister Müller erklärte: „Die Hälfte der Flüchtlinge aus dem Syrienkrieg sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben seit Jahren keine Schule besuchen können. Wir dürfen sie und die vielen anderen Millionen ohne Zugang zu Bildung nicht im Stich lassen. Gesellschaften verlieren sonst ihre wichtigste Ressource und neue Fluchtbewegungen drohen. Der Deutsche Volkshochschul-Verband leistet einen herausragenden Beitrag mit Bildungsangeboten für Flüchtlinge in ihren direkten Nachbarländern.“
In Zusammenarbeit mit dem DVV sind in Jordanien und in der Türkei Bildungszentren entstanden, in denen Flüchtlinge und Einheimische beispielsweise Sprachkurse und kaufmännische Grundkurse besuchen können. Fast 200.000 Menschen, davon ein Drittel Frauen, lernen jährlich an VHS-Einrichtungen in Afghanistan. Darüber hinaus hat das BMZ seine Schul- und Bildungsangebote für die Länder rund um Syrien verdoppelt. Das BMZ ist beispielsweise mit mehr als 120 Millionen Euro (2014-2016) der größte bilaterale Geber für das Programm des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) „Reaching all Children with Education (RACE)“ im Libanon.
Eine halbe Million Kinder können mit Unterstützung des BMZ in den Nachbarländern Syriens zur Schule gehen. Durch das Programm „Cash for Work“ sollen zudem in der Türkei bis Ende des Jahres zusätzlich rund 8.000 Lehrer eingestellt werden. In der Türkei und in Ägypten unterstützt das BMZ die Berufsausbildung von 50.000 Jugendlichen.
Der DVV ist durch sein Institut für Internationale Zusammenarbeit (DVV International) bereits seit den 1960er Jahren ein wichtiger Partner des BMZ und in mehr als 30 Ländern weltweit aktiv. In Projekten setzt es Vorhaben der Jugend- und Erwachsenenbildung um. Damit erhalten auch diejenigen einen Zugang zu Bildung, die vom formalen Bildungssystem nicht erreicht werden. Der Deutsche Volkshochschultag findet alle fünf Jahre statt.
Quelle: bmz.de




