
Die bolivianische Bevölkerung hatte sich bei der Präsidentschaftswahl mit großer Mehrheit für Evo Morales entschieden. Zum ersten Mal wird damit ein Indigener Staatsoberhaupt in Bolivien.
„Es zeugt von einem zweifelhaften Demokratieverständnis, wenn jetzt die USA und einige andere Industrienationen damit drohen, ihre Entwicklungshilfe für Bolivien einzustellen“, erklärte Hoppe. „Deutschland als einer der wichtigsten Entwicklungspartner Boliviens sollte mit dem künftigen Präsidenten Evo Morales zusammen arbeiten und seine politischen Gestaltungsspielräume nicht einengen. Die von ihm angestrebte Landreform könnte besonders die prekäre Situation der indigenen Bevölkerungsmehrheit Boliviens nachhaltig verbessern.“
Gleichwohl sei vom künftigen Präsidenten Evo Morales zu verlangen, „dass er sich an geltende bi- und multilaterale Abkommen und Verträge hält und die Produktion und den Export von Kokain weder legalisiert noch stillschweigend duldet“, forderte Hoppe. Zwischen dem von Morales propagierten Anbau von Koka als traditionelle Heilpflanze und der Weiterverarbeitung zur gefährlichen Droge Kokain sei dabei aber strikt zu unterscheiden.




