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USA : Mexiko besorgt über drohende Abschiebungen

amerika 21Mexiko-Stadt. – Die Regierung in Mexiko hat Kontakt zum Team des neu gewählten Präsidenten der USA, Donald Trump, aufgenommen, um über drohende massive Abschiebung undokumentierter Migranten aus den USA zu sprechen. Dies teilte der mexikanische Regierungssprecher Eduardo Sánchez mit. Für die genauere Klärung werde es möglicherweise zu direkten Gesprächen zwischen Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto und Trump noch vor dessen offiziellem Amtsantritt am 20. Januar 2017 kommen, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag.

Allerdings, so Sanchez, sei die Regierung Mexikos weiterhin gegen den Bau einer Mauer in Grenzgebieten und werde dafür auch keine Kosten tragen. Peña Nieto betonte unterdessen in einer Ansprache, er vertraue darauf, dass man im Dialog Lösungen finden könne. Es gebe jedoch auch drei nicht-verhandelbare Grundsätze: die Berücksichtigung der Souveränität und der nationalen Interessen Mexikos sowie den Schutz der Mexikaner und Mexikanerinnen, die in den USA leben. Dennoch plant die mexikanische Regierung bereits erste Schritte, um mit möglichen massiven Abschiebungen aus den USA umgehen zu können. Zum einen gebe es eine allgemeine Aufforderung an alle Staatssekretäre, Gefahren und Möglichkeiten für in den USA lebende Mexikaner unter Trump zu analysieren. Zum anderen lancierte die mexikanische Außenministerin Claudia Ruiz Massieu vergangenen Mittwoch einen sofort umzusetzenden Elf-Punkte-Plan, um Mexikaner in den USA zu unterstützen und zu schützen, schreibt amerika 21.

Die Punkte umfassen Maßnahmen wie die Verbreitung aktueller Informationen zu drohenden Abschiebungen und der Migrationspolitik der USA. Zudem sollen kostenfreie Telefonleitungen eingerichtet und bekannt gemacht werden, um Mexikanern und Mexikanerinnen eine Anlaufstelle für Fragen, Probleme oder Hilfegesuche zu bieten. Die Bürozeiten der Konsulate sollen verlängert und die Anzahl der Termine für die Beantragung von Dokumenten aufgestockt werden. Darüber hinaus soll auch die Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorganisationen forciert werden.

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Quelle: amerika21.de

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