
Die korrekte Verwendung der Einnahmen sollte ein unabhängiges Gremium sicherstellen. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen bewerten die Suspension als einen längst überfälligen Schritt, der jedoch nur halbherzig gegangen werde. Nach Angaben von urgewald werden „keineswegs alle Kredite der Weltbank eingefroren: Die für Privatkunden zuständige International Finance Corporation (IFC) bleibt im Geschäft mit dem Tschad. Zudem kommt die Suspension zu einem Zeitpunkt, wo das Öl schon fließt und damit die Pipeline als solche nicht betroffen ist“.
Debys Handlungen seien vorhersehbar gewesen, erklärte urgewald. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen hätten stets gewarnt, „dass Deby sich einen Teufel um die Auflagen der Weltbank scheren würde“. Das Beispiel zeige, „dass erst die politischen Bedingungen in einem Land stimmen müssen, bevor man investiert“, urteilte Knud Vöcking, Weltbank-Experte bei urgewald. Die Weltbank stehe mit ihrer Politik jetzt vor einem Scherbenhaufen.
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