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Frauen mit Behinderungen : CBM fordert mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt

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Bensheim. – Es sollen mehr Frauen beruflich qualifiziert und alle benachteiligten Menschen stärker gefördert werden – dazu hat sich die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet. „Diese Ziele dürfen nicht nur auf dem Papier stehen“, hat der Geschäftsführer der Christoffel-Blindenmission (CBM) Rainer Brockhaus anlässlich des Internationalen Frauentags (8. März) gefordert.

„Besonders Frauen mit Behinderungen in Entwicklungsländern sind doppelt diskriminiert. Sie haben kaum Chancen auf eine Ausbildung und gerecht bezahlte Arbeit. Bisher hat Deutschland zu wenig getan, um dies zu ändern.“ Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Weltbank machen den Handlungsbedarf deutlich: Die Beschäftigungsquote von Frauen mit Behinderungen weltweit liegt bei unter 20 Prozent, bei Frauen ohne Behinderungen bei knapp 30 Prozent. Zum Vergleich: Rund 53 Prozent der Männer mit Behinderungen haben eine bezahlte Arbeit.

SCHULUNGEN UND KLEINKREDITE SORGEN FÜR FINANZIELLE UNABHÄNGIGKEIT

Wie Frauen mit Behinderungen dauerhaft Zugang zu Arbeit sowie einem eigenen Einkommen erhalten, zeigt ein von der CBM gefördertes Projekt im westafrikanischen Staat Togo. Schulungen und Kleinkredite helfen ihnen, finanziell auf eigenen Füssen zu stehen. Davon profitieren Frauen wie die 51-jährige Beatrice, die nach einer Kinderlähmung nur noch an Krücken gehen kann. Mit den Einkünften einer kleinen Kantine hielt sie sich und ihre fünf Kinder über Wasser. Aber als sie bei einem finanziellen Engpass um einen Kredit bei der Bank anfragte, wurde dies abgelehnt: Ihre Behinderung stellte für die Bank ein zu großes Haftungsrisiko dar.

Im CBM-Projekt nahm Beatrice an einem Mikrokreditprogramm teil und bekam zusätzlich berufliche Fortbildungen. Dadurch konnte sie ihre Kantine „La Grace“ wieder aufmachen und verdient heute genug, um mit ihren Kindern finanziell unabhängig zu sein. So wie Beatrice erhielten bereits 143 Frauen mit Behinderungen und Mütter von behinderten Kindern in dem Projekt in Togo finanzielle Unterstützung, um sich eine Existenzgrundlage zu schaffen. 55 weitere Frauen lernen bei dem CBM-Partner lesen und schreiben und legen damit die Basis für zukünftige berufliche Förderung.

Diese Unterstützung sorge nicht nur für ein dauerhaftes Einkommen, sondern gibt bisher ausgegrenzten Frauen ein ganz neues Selbstwertgefühl: Sie sind wieder Teil der Gesellschaft.

Foto: © CBM/Happuc

Quelle: cbm.de

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