
Auch der Farc-Anführer Jesús Santrich, einer der ehemaligen Friedensdelegierten und derzeit Mitglied der Überprüfungskommission des Friedensabkommens (CSIVI), hat sich dem Hungerstreik angeschlossen. Santrich gab die Entscheidung am selben Tag bekannt, an dem die Waffenabgabe der Farc feierlich begangen wurde. Laut Santrich stehen Richter und Staatsanwälte der Umsetzung des Abkommens im Weg. Sie hielten sich nicht an das Gesetz und legten Steine in den Weg, mit dem Ziel, die Gefangenen nicht freizulassen. Sie würden so ein Feindstrafrecht anwenden.
Santrich klagte außerdem, dass die Regierung die Farc-Zugehörigkeit von 900 der 3.400 Insassen noch nicht bescheinigt habe. Ende März hatte die Regierung sich dazu verpflichtet, auf eine beschleunigte Freilassungen der Farc-Leute hinzuwirken. Doch neben der Rechtsunsicherheit der Ex-Rebellen gebe es andere Probleme, sagte der ehemalige Guerilla-Kommandant laut amerika21 weiter. Er wies darauf hin, dass die Wohneinrichtungen der Entwaffnungszonen, wo die Farc-Mitglieder einige weitere Monate wohnen werden, noch immer nicht fertig sind. Dabei hätten die Bauarbeiten im vergangenen Dezember abgeschlossen sein sollen.
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Quelle: www.amerika21.de




