
Unruhen würden anlässlich der Wahlen vor allem in der Hauptstadt Kinshasa, in der Süd-Provinz Katanga sowie in Ost-Kongo erwartet. „Wir haben in Ost-Kongo große Fortschritte erzielt“, sagte Dörken. „Tausende von Flüchtlinge sind in ihre Heimatdörfer zurück gekehrt. Dieser Erfolg muss gesichert werden.“ Die UN-Blauhelmsoldaten leisteten zwar nach anfänglichen Schwierigkeiten gute Arbeit, die Sicherung der Wahlen könnten sie jedoch alleine nicht leisten.
Die Welthungerhilfe stellt im Ost-Kongo die vollkommen zerstörte Nationalstraße von Goma nach Kisangani wieder her. „Man kann beobachten, wie entlang der Straße das Leben wieder aufblüht“, so Dörken. „Neue Häuser werden gebaut, Märkte entstehen, der Handel in der einstigen Kornkammer des Landes beginnt wieder zu florieren.“
Die rund 160 Kilometer lange Straße ist zu etwa zwei Dritteln fertig. „Nach hunderttausendfachem Tod, Zerstörung und Vertreibung ist diese Straße das Symbol der Hoffnung“, so Dörken.
Die Deutsche Welthungerhilfe ist seit 1997 in Ost-Kongo tätig. Mit einem Projektvolumen von knapp 50 Millionen Euro erreicht sie mehr als sieben Millionen Menschen. Neben dem Bau der Nationalstraße Goma-Kisangani und mehreren Zufahrtsstraßen baut die Organisation Schulen und Gesundheitszentren wieder auf. Die heimkehrenden Flüchtlinge erhalten zudem Saatgut und landwirtschaftliche Geräte, außerdem Nahrungsmittel, um die Zeit bis zur ersten Ernte zu überbrücken.




