
Die UNO-Flüchtlingshilfe weist auf zahlreiche regionale Beispiele für Klimawandel als Fluchtverstärkter hin. So wurden im Nordosten von Syrien bereits vor Ausbruch des Bürgerkrieges 1,5 Millionen Menschen entwurzelt. Grund dafür war eine fünfjährige Dürre, die diese Region heimsuchte. Weitere klimabedingte Vertreibungen finden sich in der sudanesischen Provinz Darfur, im Irak und Somalia.
In den meisten Fällen, so die UNO-Flüchtlingshilfe, sind Klimawandel, Verfolgung und Gewalt sich ergänzende Fluchtfaktoren. Bereits in den Jahren 2013 und 2014 flohen Tausende Somalier vor der jahrelangen Dürre und den Anschlägen der Al-Shabaab-Milizen nach Kenia. Auch in diesem Jahr setzte sich die Massenflucht fort: Allein in den ersten vier Monaten von 2017 suchten fast 260.000 Somalier Schutz, Unterkunft und Nahrung in anderen Landesteilen. Sie flüchteten vor Hunger, Trockenheit und marodierenden Banden, die ihre Farmen überfielen und plünderten.
Mit Fortschreiten des Klimawandels nimmt auch der Migrationsdruck zu und stellt somit die Arbeit des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) vor große Herausforderungen. „Die Folgen von Umweltzerstörungen treffen vor allem die Schwächsten. Kinder, Frauen und ältere Menschen bleiben zurück. Sie benötigen dringend zusätzliche Unterstützung unseres Partners UNHCR“, so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.
Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de




