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Internationaler Aktionstag: Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen setzen

tdfBerlin. – Mehr als 7.500 Fahnen und Banner mit der Aufschrift „frei leben – ohne Gewalt“ werden jährlich zum 25. November, dem Internationalen Aktionstag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, weltweit gehisst. Zum 17. Mal ruft TERRE DES FEMMES gemeinsam mit einem solidarischen Netzwerk aus Gleichstellungsbeauftragten, Frauenverbänden, Ministerien, Parteien und vielen engagierten Einzelpersonen dazu auf, am 25. November ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Fahnenaktion steht das Thema weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM).

Weltweit leben mehr als 200 Millionen Frauen, die von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind. In Deutschland seien es mehr als 58.000 sowie mindestens 13.000 Mädchen, die gefährdet sind, genitalverstümmelt zu werden, erklärte TERRE DES FEMMES. Damit sei die Zahl der betroffenen Frauen gegenüber 2016 um 10.000 gestiegen, die der gefährdeten Mädchen um 4.000. Dies geht aus der neuesten Hochrechnung von TERRE DES FEMMES hervor. 

Weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet eine schwere Menschenrechtsverletzung, bei der Teile des weiblichen Genitals abgeschnitten oder verletzt werden. FGM stellt damit einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar. Zudem verstößt sie gegen die Kinderrechte gemäß der Kinderrechtskonvention und gilt somit als Kindesmisshandlung.

Aus diesem Grund fordert TERRE DES FEMMES in diesem Jahr unter dem Motto „Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden“ mehr Aufklärung und besseren Schutz von gefährdeten Mädchen. Dazu gehört die verpflichtende Aus- und Weiterbildung für Fachpersonal aus medizinischen, pädagogischen, sozialen, juristischen Berufsfeldern und für Angestellte der Kinder- und Jugendhilfe zu weiblicher Genitalverstümmelung. 

„Um Mädchen wirksam zu schützen, fordern wir verpflichtende Untersuchungen für alle Kinder, die auch die Genitalien umfassen“, erklärte die Menschenrechtsorganisation. „Für Betroffene und Gefährdete müssen bundesweite, flächendeckende und ausreichend spezialisierte Beratungsstellen und psychosoziale Hilfsangebote bereitgestellt werden, insbesondere für Minderjährige und deren besondere Bedürfnisse. In diese Beratungsangebote müssen Kultur- und Sprachmittlerinnen integriert sein.“

2001 wehten erstmals Fahnen von TERRE DES FEMMES. Der Tag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik zurück. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter ermordet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft zu entwickeln, gegen Unrecht einzutreten.

Quelle: www.frauenrechte.de 

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