
Im Fokus der Demonstration steht die internationale Agrarministerkonferenz im Bundeswirtschaftsministerium, wo auf Einladung der Bundesregierung das weltgrößte Treffen dieser Art stattfindet. „Wir schlagen Alarm für eine bessere Politik“, erklärt „Wir haben es satt!“-Sprecher Jochen Fritz. „Mit unserem unüberhörbaren Kochtopf-Protest sagen wir den Agrarministern der Welt: Der Exportwahnsinn in der Landwirtschaft muss beendet werden.“
Das Demonstrationsbündnis fordert von der nächsten Bundesregierung „eine Abkehr von der aggressiven Exportausrichtung der Agrarpolitik, die Bauernhöfe weltweit in den Ruin treibt“. Seit 2005 habe in Deutschland jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb die Tore schließen müssen und in vielen Ländern des Südens blieben oftmals die Kochtöpfe leer. Denn immer mehr Kleinbauern verlören ihre Einkommensgrundlagen, weil sie nicht mit den Billigimporten aus Europa konkurrieren können.
Mit Blick auf den Alleingang des Bundeslandwirtschaftsministeriums beim jüngsten Glyphosat-Votum in der EU kommentierte Bündnissprecher Jochen Fritz: „Minister Christian Schmidt hat mit diesem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk an Bayer-Monsanto einmal mehr bewiesen, dass er ein Handlanger der Industrie ist. So eine Fehlbesetzung darf es nicht wieder geben. Die nächste Bundesregierung muss bei der Besetzung des Landwirtschaftsministeriums sicherstellen, dass die Interessen von Großkonzernen nicht über die von Landwirten und Verbrauchern gestellt werden.“
Von der neuen Bundesregierung erwartet das Bündnis, dass der gesellschaftlich gewollte Umbau der Landwirtschaft und des Ernährungssystems endlich konsequent umgesetzt wird. Dazu brauche es mehr artgerechte Tierhaltung, ein nationales Verbot von Glyphosat und von Gentechnik in Tierfutter sowie wirksame Maßnahmen gegen das Insektensterben.
„Wir haben es satt!“-Großdemonstration: „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“
Zeit: Samstag, 20. Januar 2018, ab 11:00 Uhr
Ort: Berlin Hauptbahnhof (Washingtonplatz)
Quelle: www.wir-haben-es-satt.de




