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Auswärtiges Amt und Johanniter unterstützen Flüchtlinge im Tschad

JohanniterBerlin (epo). – Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat auf Bitten des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR) Hilfsgüter im Wert von rund 100.000 Euro für Flüchtlinge im Tschad eingekauft. Derzeit würden die Decken, Moskitonetze und Küchenutensilien im Flüchtlingscamp in Gondj?, im Süden des Landes Tschads, an 2000 zentralafrikanische Familien verteilt, teilte die Organisation am Freitag in Berlin mit. Derzeit leben ungefähr 43.000 Menschen in Flüchtlingslagern im Süden des Tschads.

Nach Angaben von Hilfsorganisationen kommen immer mehr Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik in die Flüchtlingslager im Tschad. Die Organisationen hätten in der Vergangenheit nicht genügend finanzielle Unterstützung erhalten, um die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge zu befriedigen, so die Johanniter.

Finanziert wird die Hilfslieferung mit 91.980 Euro aus dem Etat des Auswärtigen Amtes. Die Hilfsorganisation kaufte die Materialien in Nigeria ein, um die Transportkosten niedrig zu halten.

Die Projektkoordinatorin der Johanniter, Bettina Bräunl, machte sich im Januar selbst ein Bild von der Lage der Flüchtlinge: „Es sind vor allem Frauen und Kinder, die nach tagelangen Fußmärschen geschwächt im Flüchtlingslager ankommen. Sie haben ihre Heimat und ihr soziales Umfeld verlassen müssen.“

Auch die Bevölkerung im Tschad selbst ist noch auf internationale Hilfe angewiesen. Die Ernteerträge sind bereits fast aufgebraucht. Um längerfristige humanitäre Hilfe in diese Region bringen zu können, planen die Johanniter noch in diesem Halbjahr ein Büro im Tschad zu eröffnen. Von dort aus können sie dann mittel- bis langfristige Hilfsmaßnahmen für die hungernde Bevölkerung organisieren.

 Die Johanniter

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