
Am Montag fand die erste Kundgebung der FAVL mit mehreren hundert Personen vor dem Sitz der Vereinten Nationen (UN) in der Hauptstadt Caracas statt. Dort wurde ein Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres überreicht, das ihn auffordert, dem Gesuch der venezolanischen Regierung nach Entsendung einer Wahlbeobachtermission nicht nachzukommen.
Zwar war die internationale Wahlbeobachtung immer eine Hauptforderung der Opposition, jedoch würden damit nun die „falschen Wahlen“ legitimiert, so die Argumentation der FAVL. Für kommenden Samstag sei eine Großdemonstration angekündigt, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21.
Bei der Gründungsversammlung des neuen Bündnisses am vergangenen Donnerstag rief die Studentenvertreterin Rafaela Requesens dazu auf, die „Wahl-Farce des 20. Mai“ zu boykottieren und eine Verschiebung der Wahlen durchzusetzen. Ebenso bekräftigte sie, dass die FAVL die vergangenes Jahr gewählte verfassunggebende Versammlung nicht anerkenne.
In dem vorgetragenen Manifest der Plattform heißt es unter anderem, in der jetzigen Situation seien keine freien Wahlen möglich und „es wäre vernünftig, wenn der Präsident [Nicolás Maduro] von sich aus zurücktreten würde, um den Weg für Veränderungen auf weniger schmerzhafte Weise zu öffnen und den traumatischsten Zusammenbruch, der uns droht, zu vermeiden“, so amerika21.
Quelle: www.amerika21.de




