
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte für Tatverdächtige. Doch die offensichtliche Hinrichtung deutet auf eine klare Botschaft an die Öffentlichkeit und Machtdemonstration hin: Medienberichten zufolge erinnert die Art des Verbrechens an die Ermordung der Richterin Patrícia Acioli aus dem Jahr 2011, die gegen sogenannte Milizen ermittelte und, wie sich herausstellte, von diesen ermordet wurde.
Die Bedrohung durch Milizen ist auch heute aktuell. Allein im Wahlkampf 2016 sind laut amerika21 in der Metropolregion Rio de Janeiro neun Kandidaten und Politiker im Amt durch gezielte Schüsse in der Öffentlichkeit ermordet worden.
Der Mord an Franco weitete sich zu einem großen Politikum aus. De-facto-Präsident Michel Temer (PMDB), der die Ermordung ein feiges Verbrechen nannte, entsandte Verteidigungsminister Raul Jungmann nach Rio. Dieser soll die Ermittlungen persönlich begleiten. Die Regierung bekräftigte zugleich, an der seit Mitte Februar laufenden Militärintervention festzuhalten, so amerika21.
Quelle: www.amerika21.de




