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Welt-Tuberkulose-Tag: Jeden Tag sterben fast 5.000 Menschen an Tuberkulose

dahwWürzburg. – Weltweit sterben jeden Tag fast 5.000 Menschen an Tuberkulose (TB), mehr als an HIV und Malaria zusammen. Im Jahr 2016 forderte die Krankheit insgesamt 1,7 Millionen Todesopfer, 90.000 weniger als im Vorjahr. Von den Verstorbenen waren 0,4 Millionen gleichzeitig auch HIV-positiv. Auf diese Bilanz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe zum Welt-Tuberkulose-Tag (24. März) hingewiesen. 

Die Zahl der neu erkrankten Patienten ist laut DAHW konstant geblieben. 600.000 sind an resistenten Formen der TB erkrankt und eine Million der neu erkrankten TB-Patienten waren gleichzeitig mit HIV infiziert. 

In vielen der am stärksten betroffenen Ländern fehlen eine flächendeckende TB-Kontrolle und Prävention. Zum Beispiel in Äthiopien, Tansania und Uganda: Hier unterstützt die DAHW im Rahmen der humanitären Hilfe Menschen in riesigen Flüchtlingslagern nahe der Grenzen. Die Erfahrung und Expertise der DAHW im Bereich der Tuberkuloseforschung, Behandlung und Schulung präventiver Maßnahmen ist auch bei lokalen NGOs sowie offiziellen Behörden anerkannt.

Die Flüchtlinge haben oftmals keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, so die DAHW. Durch die schlechten räumlichen und hygienischen Zustände und die mangelhafte Situation der Ernährung bricht die Krankheit vor allem in den unübersichtlichen Lagern schnell aus, wo sich immer Mehr Menschen mit der tödlichen Krankheit anstecken. 

Kommt es zu Unterbrechungen in der Behandlung oder zum Abbruch, können die TB-Bakterien resistent gegen die gängige Medikamente werden. Nun noch sehr teure Medikamente helfen dann. Die Gesundheitsarbeiter der DAHW bemühen sich auch hier um Eingrenzung der Risiken.

Die Experten der DAHW fordern die Entwicklung eines zuverlässigen Impfstoffs sowie wirksamer und bezahlbarer Medikamente gegen die resistenten Formen der TB. Die Regierungen der reichen Länder müssten gezielt die Forschung unterstützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die daraus entwickelten Medikamente in armen Ländern bezahlbar sind. Dort scheitere die Therapie von Patienten mit multiresistenter TB (MDR-TB) immer noch zu oft an den hohen Kosten.

Quelle: www.dahw.de 

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