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Mexiko vor den Wahlen: Kein Ende der Morde

amerika 21Mexiko-Stadt. – Nachdem das Vorjahr mit knapp 27.000 Morden das tödlichste der letzten zwei Jahrzehnte gewesen ist, hat die mexikanische Regierung nun ihre Vierteljahresstatistik für den Zeitraum Januar bis April 2018 veröffentlicht. Demnach stieg die Mordrate mit 10.395 Fällen sogar noch um 21 Prozent gegenüber 2017 an. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Freitag berichtet. 

Eine dramatische Entwicklung verzeichnen auch die Feminizide: Mit 269 Morden liegt die sexuelle Gewalt mit Todesfolge gegen Frauen und Mädchen genau ein Fünftel höher als im Jahr davor, so amerika21.

Eines von unzähligen Beispielen ereignete sich am Dienstag in der zweitgrößten Stadt des Landes, Guadalajara. Das Attentat am helllichten Tag auf den ehemaligen Generalstaatsanwalt Luis Carlos Nájera des Bundesstaates Jalisco schlug fehl. Sechs der Angreifer wurden festgenommen. Sie werden der Organisation Kartell Jalisco Neue Generation (Cartel Jalisco Nueva Generación, CJNG) zugerechnet, die derzeit zu den einflussreichsten Verbrechergruppen des Landes zählt, berichtete amerika21.

Das CJNG sorgt in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Während im Mai 2015 eine groß angelegte Militäroperation zur Festnahme des vermuteten Anführers Nemesio Oseguera Cervantes alias El Mencho führen sollte, errichteten Mitglieder der kriminellen Gruppe bis zu 40 brennende Straßenblockaden in drei Bundesstaaten. Am selben Tag schossen sie einen Militärhubschrauber des Verteidigungsministeriums ab. Die Operation blieb erfolglos.

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Quelle: www.amerika21.de 

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