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Meilenstein für Afrika: Ghana besiegt die Augenkrankheit Trachom

cbmBensheim. – Es ist ein großer Erfolg bei der Bekämpfung vermeidbarer Blindheit: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in diesen Tagen die Eliminierung der Augeninfektion Trachom im westafrikanischen Staat Ghana bestätigt. Das hat die Christoffel-Blindenmission (CBM) am Montag berichtet, die von Anfang an zur Bekämpfung der Krankheit beigetragen hat. 

„Dass Ghana als erstes afrikanisches Land Trachom besiegt hat, ist ein Meilenstein und ein Grund zu feiern – nicht nur für Ghana, sondern für den gesamten Kontinent“, erklärte Dr. Babar Qureshi, Direktor für vernachlässigte Tropenkrankheiten bei der CBM. „Wir gratulieren der ghanaischen Regierung zu diesem herausragenden Erfolg.“

Trachom führt unbehandelt zum unwiderruflichen Verlust des Augenlichts und ist eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Erblindungen weltweit. In Ghana war die Krankheit lange Zeit ein großes Gesundheitsproblem: 2,8 Millionen Menschen waren in den 1990er Jahren von einer Ansteckung bedroht. Zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen, um eine Verbreitung zu verhindern, gehört vor allem eine bessere Hygiene durch sauberes Wasser und Toiletten. Behandelt werden kann die Infektion mit Antibiotika, im fortgeschrittenen Stadium helfen Augenoperationen.

Die CBM war gemeinsam mit ihrem lokalen Partner in Ghana seit 1995 an der umfassenden Bekämpfung von Trachom beteiligt. Sie ermöglichte Dutzende Außeneinsätze in entlegenen und besonders betroffenen Landesteilen, um die Bevölkerung über wichtige Hygienemaßnahmen zu informieren und Operationen durchzuführen. Des Weiteren schulte die CBM über ihren lokalen Partner Fachkräfte und war an einer Studie zur Massenverteilung von Antibiotika beteiligt – bis heute eine zentrale Maßnahme im weltweiten Kampf gegen Trachom. 

Trotz des Erfolges in Ghana: In vielen afrikanischen Ländern bedroht Trachom weiterhin das Augenlicht von Millionen Menschen. Besonders betroffen sind die Menschen in Äthiopien. Deswegen engagiert sich die CBM derzeit vor allem hier im Kampf gegen die Krankheit. Zu den von ihr geförderten Maßnahmen gehören der Bau von Brunnen für die Versorgung mit sauberem Wasser, bessere Toiletten, Aufklärung über Hygiene, Verteilung von Medikamenten und Augenoperationen. Langfristiges Ziel ist, dass auch Äthiopien in Zukunft Trachom-frei sein wird.

Quelle: www.cbm.de 

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