
Die Delegation möchte sich vor allem über die mit Bundesmitteln geförderten forstpolitischen Projekte informieren, mit denen sich Deutschland gegen die fortschreitende Entwaldung und den illegalen Holzeinschlag und für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung einsetzt.
Guatemala und Honduras zeichnen sich – wie viele Staaten Zentralamerikas – durch ein hohes Bevölkerungswachstum, weit verbreitete Armut und eine große wirtschaftliche Abhängigkeit von landwirtschaftlicher Produktion und Viehzucht aus. All diese Faktoren zusammen haben zu einer drastischen Verminderung der Waldflächen geführt. Gleichzeitig sind Abholzung und Walddegradation für die Produktion von 18 Prozent der Treibhausgase verantwortlich, die die globale Erwärmung verursachen.
Die Delegation will deshalb in beiden Ländern neben hochrangigen politischen Gesprächspartnern auf Parlaments- und Regierungsebene vor allem zahlreiche Agroforstprojekte und kommunale Initiativen besuchen und dabei auch Gespräche mit den kommunalpolitisch verantwortlichen Repräsentanten vor Ort führen.
In Honduras sind Exkursionen zu ausgewählten lokalen Initiativen wie Pro Cambio und APRODE geplant. Mit einem Besuch der landesweit bedeutendsten und von Deutschland geförderten Forstuniversität UNACIFOR wird sich die Delegation zudem über den Stand der bilateralen Zusammenarbeit informieren.
In Guatemala sind unter anderem ein Besuch des Naturschutzgebietes „Biotopo del Quetzal“ im Nebelwaldgebiet Zentralguatemalas, der GIZ-unterstützten Baumschule in Salamá sowie Exkursionen zu entwicklungspolitischen Projekten, die sich mit der speziellen Dürreproblematik in der Region um Morazán beschäftigen, vorgesehen.
Quelle: www.bundestag.de




