
„Die Welthungerhilfe hat eine aktuelle Umfrage von Infratest dimap durchführen lassen. Sie zeigt eindeutig, dass 90% der Bundesbürger die Bekämpfung des Hungers wichtig oder sehr wichtig ist. 84% halten es zudem für wichtig oder sehr wichtig, dass Entwicklungshilfe geleistet wird. Bei den Wählerinnen und Wählern der Großen Koalition sind es über 90%. Das ist ein klarer politischer Auftrag. Kriegerische Auseinandersetzungen, Konflikte und die Folgen des Klimawandels führen zu Flucht, Vertreibung und Hunger. Wir brauchen dauerhafte politische Lösungen für die weltweiten Konflikte, um den Hunger endgültig zu besiegen“, erklärte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe.
Der Bericht 2018 zeigt auf, dass Hunger sowohl Ursache als auch Folge von Flucht und Vertreibung ist. In Ländern mit bewaffneten Konflikten ist der Hunger doppelt so hoch wie im Rest der Welt. Mehr als 68 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, so viele wie nie zuvor.
„Die Mehrzahl der Flüchtlinge bleibt in ihrer Heimatregion und braucht dort auch Unterstützung. Diese selbst oft armen Aufnahmeländer benötigen mehr Hilfe. Für die Geflüchteten ist nicht nur die Grundversorgung wichtig, sondern auch die Möglichkeit, dass sie Zugang zu Beschäftigung und Bildung bekommen. Humanitäre Hilfe allein reicht nicht aus“, sagte Bärbel Dieckmann.
Angola, Ruanda, Äthiopien und Myanmar gehören 2018 zu den Vorreitern mit einer Verbesserung des WHI-Wertes um mehr als 45 Prozent. Dagegen gibt es in 16 Ländern mit einer ernsten Ernährungslage keine Verbesserungen oder sogar Rückschritte. Die höchsten Hungerwerte gibt es weiterhin in Afrika südlich der Sahara und die Zentralafrikanische Republik bleibt Schlusslicht.
Quelle: www.welthungerhilfe.de




