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Kindernothilfe: Kinder in bewaffneten Konflikten besser schützen

knhDuisburg. – Die Kindernothilfe hat die Bundesregierung aufgefordert, den Vorsitz Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ab 1. März zu nutzen, um einen besseren Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten zu erwirken. Insbesondere Bildungsangebote in Krisen- und Konfliktländern könnten ein wichtiger Baustein zur Friedensförderung sein, erklärte die Organisation am Donnerstag in Duisburg.

„Wir begrüßen die Initiative von Außenminister Heiko Maas, das Engagement für vom Krieg betroffene Kinder zu erhöhen, und fordern, die Straflosigkeit für Verantwortliche von sexueller Gewalt in kriegerischen Auseinandersetzungen zu beenden“, erklärte Carsten Montag, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. „Darüber hinaus muss mehr direkter Schutz für Mädchen und Frauen in Konflikten sowie für ihre Helfer gewährleistet sein. Lehrer, Ärzte und Mitarbeitende von Hilfsorganisationen werden in Kriegen und Konflikten zunehmend selbst zum Ziel.“

Neben dem wichtigen Ausbau von Präventions- und Reintegrationsprogrammen für Kindersoldaten seien Bildungsangebote in Krisen- und Konfliktländern ein zentraler Aspekt zur Friedensförderung, so die Kindernothilfe. Konkret sollte sich Deutschland im Sicherheitsrat für die weitere Implementierung der Safe Schools Declaration, eine Initiative zum Schutz von Schulen in Konflikten, einsetzen und mehr Bildungsangebote zum Beispiel durch den Fonds „Education Cannot Wait“ unterstützen.

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert fast 700 Projekte und leistet Humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe annähernd 1,9 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 33 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Quelle: www.kindernothilfe.de 

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