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Faire Ostern: Osterartikel aus fairem Handel immer beliebter

fairtrade 100Köln. – Rund 200 Millionen Schoko-Hasen produziert die deutsche Süßwarenindustrie jährlich. Damit sind die Hasen aus Schokolade beliebter als saisonale Konkurrenten wie Nikoläuse und Weihnachtsmänner. Auch fair gehandelte Osterartikel werden immer gefragter: „Wer auf Fairness im Osternest setzt, findet eine breite Produktpalette aus fairem Handel“, erklärte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair.

Viele Supermärkte und Discounter bieten Saisonware sowohl von Markenherstellern als auch der Eigenmarken an. Verbraucher erkennen die Produkte am klassischen grün blauen Fairtrade-Siegel oder am Fairtrade-Kakao-Programm. „Faire Schokoartikel sorgen dafür, dass Kleinbauern in der Elfenbeinküste ein stabileres Einkommen erhalten“, sagte Overath. „So können wir sicherstellen, dass sich der Kakaoanbau für die Produzenten langfristig lohnt und die Osternester nicht irgendwann leer bleiben.“ Bei Fairtrade bekommen die Bauernorganisationen einen stabilen Mindestpreis und eine zusätzliche Prämie, die sie in Gemeinschaftsprojekte wie Schulen, Krankenhäuser oder Freizeitangebote investieren.

Kakao ist eines der wichtigsten Agrarhandelsgüter weltweit und Einkommensgrundlage für 40 bis 50 Millionen Menschen – vor allem in Westafrika. Weil der Kakao-Weltmarktpreis enormen Schwankungen ausgesetzt ist, leben viele der Kleinbauern unterhalb der absoluten Armutsgrenze. In der Elfenbeinküste bekommt der Großteil der Kakaobauern lediglich 67 Cent pro Tag. Selbst Fairtrade-Produzenten verdienen noch zu wenig, da sie durchschnittlich nur 35 bis 40 Prozent ihrer Ernte zu fairen Bedingungen verkaufen können. Umso wichtiger, beim Ostereinkauf auf fair gehandelte Produkte zu achten und so zu höheren Fairtrade-Verkäufen für die Kakaobauern beizutragen. Zahlreiche Handelsketten wie Rewe, Penny, Lidl, Aldi, Norma und Kaufland kaufen für ihre Eigenmarken zunehmend fair gehandelten Kakao.

Nicht nur faire Schokolade oder Pralinen machen einen Unterschied im Osternest. Ein Strauß Fairtrade-Rosen, Kosmetik aus dem Mehrwegglas oder ein selbst gemachtes Frühstück mit fairen Produkten wie Bananen, Orangensaft und Müsli – schöne und faire Geschenkideen gibt es viele.

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern setzt sich dafür ein, den Handel mit fair gehandelten Produkten und Rohstoffen zu fördern und mehr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu erreichen.

Quelle: www.fairtrade-deutschland.de 

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