Start / Entwicklung / Menschenrechte / Amnesty-Bericht: US-Behörden schikanieren Menschenrechtler

Amnesty-Bericht: US-Behörden schikanieren Menschenrechtler

ai orgBerlin. – „Die US-Regierung bedroht und kriminalisiert Menschenrechtler, die sich an der US-mexikanischen Grenze für die Rechte von Geflüchteten einsetzen.“ Diesen Vorwurf erhebt Amnesty International in dem neuen Bericht „Saving lives is not a crime: Politically motivated legal harassment of migrant human rights defenders by the USA“. Seit 2018 missbrauchten die Behörden das nationale Strafrecht und ihre Befugnisse, um gegen jene vorzugehen, die die massiven Menschenrechtsverletzungen der US-Behörden an der Grenze dokumentieren und kritisieren, so Amnesty.

„Während die systematischen Verletzungen der Menschenrechte von Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden an der US-mexikanischen Grenze weiter anhalten, gehen die Behörden nunmehr auch gezielt gegen Kritiker vor. Dazu gehören Anwälte, die Rechtsberatung für Asylsuchende anbieten, Journalisten, die über die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen an der Grenze berichten, und Aktivisten, die sich vor Ort für eine angemessene humanitäre Unterstützung einsetzen“, erklärte Sumit Bhattacharyya, USA-Experte bei Amnesty International in Deutschland. „Menschenrechtsverteidiger berichteten Amnesty, dass die Behörden unter anderem die Grenzkontrollen missbrauchen, um Menschen ohne richterlichen Beschluss zu durchsuchen. Die Betroffenen müssen sich Leibesvisitationen unterziehen, werden zu ihren finanziellen und beruflichen Kontakten verhört und müssen ihre elektronischen Geräte abgeben, damit diese durchsucht werden können. Ziel der Maßnahmen ist es offensichtlich, eine Anklage gegen sie zu konstruieren.“ Verantwortlich seien vor allem das US-amerikanische Heimatschutz- und das Justizministerium.

„Einigen Menschenrechtlern wurden Reisebeschränkungen auferlegt. In manchen Fällen wurden Menschen unrechtmäßig verhaftet und sogar inhaftiert. Mit ihrem Vorgehen verletzen die Behörden die Menschenrechte und verstoßen sowohl gegen die US-Verfassung als auch gegen nationales und internationales Recht“, so Amnesty-Experte Bhattacharyya. „Amnesty International fordert die US-Behörden dazu auf, den politisch motivierten Missbrauch ihrer rechtlichen Befugnisse unverzüglich zu beenden. Anstatt die Menschen zu verfolgen, die sich für ein Ende der Menschenrechtsverletzungen einsetzen, sollten sie ihnen zuhören und die menschenrechtliche Situation der Migranten und Asylsuchenden an der Grenze verbessern.“

Quelle: www.amnesty.de 

Markiert:

Login

Neue Jobs bei epojobs.eu

Bannerwerbung

GNE Banner

Newsletter abonnieren!

Subscription Form

Events

Anstehende Events

Tags

Afrika Armut Bildung BMZ Brasilien CO2 Coronavirus Deutschland Entwicklungsfinanzierung Entwicklungshilfe Entwicklungspolitik Entwicklungszusammenarbeit Ernährung Europäische Union EZ Fairer Handel Flüchtlinge Gesundheit Humanitäre Hilfe Hunger Jemen Katastrophen Kinder Klimagipfel Klimakrise Klimaschutz Kolumbien Konflikte Kriege und Konflikte Landwirtschaft Medien Menschenrechte Migration Nachhaltigkeit News Nothilfe Oxfam Pressefreiheit Sudan Syrien Umwelt UNO USA Wahlen Weltwirtschaft