
Viele Organisationen, die unmittelbar nach der Katastrophe vor Ort waren, haben reine Soforthilfe geleistet und waren nach ein paar Wochen wieder verschwunden. „Die verbleibenden Organisationen stehen daher vor einer riesigen Herausforderung“, so Oliver Müller. Die am meisten vom Zyklon betroffenen Distrikte Buzi, Chibabava und Sussundenga seien zudem Hochburgen der Opposition – sie würden von der Regierung seit Jahren systematisch vernachlässigt.
Durch ihr dichtes Netzwerk an Partnerorganisationen kann Caritas international auch in entlegenen und für andere schwer zugänglichen Regionen des Landes wirksam Hilfe leisten. Neben der akuten Nothilfe, also der Verteilung von Hilfsgütern wie Nahrungsmittel und Hygieneartikel, verteilen lokale Mitarbeitende derzeit auch Saatgut und Werkzeuge zur Bewirtschaftung von Feldern an die am stärksten Betroffenen der Katastrophe, die zu großen Teilen von der Subsistenzwirtschaft leben. Zudem unterstützt Caritas international mehrere Gesundheitsstationen in dem Land und leistet damit auch einen Beitrag zur Seuchenbekämpfung. Insgesamt werden mit der Hilfe derzeit rund 55.000 Menschen erreicht.
Auch im Bereich der Katastrophenprävention engagiert sich das Hilfswerk. So wurden an mehreren Standorten gemeinsam mit hunderten Familien Energiesparöfen gebaut, durch die sich die Vernichtung des Baumbestandes und damit auch das Risiko von Hangrutschen infolge von Erosion drastisch reduziert hat. „Wir sind zudem in Abstimmungen mit den Vereinten Nationen und anderen Nichtregierungsorganisationen, um schnellstmöglich mit dem Wiederaufbau beginnen zu können“, sagte Müller. Die Planungen seien hier weit fortgeschritten.
Derweil macht sich in diesen Tagen eine Delegation um Papst Franziskus auf den Weg nach Mosambik. Die Gruppe wird das Land vom 4. bis zum 6. September besuchen. Anschließend wird das Kirchenoberhaupt auf die Inseln Madagaskar und Mauritius reisen.
Quelle: www.caritas-international.de




