
Die riesigen Heuschreckenschwärme fressen innerhalb weniger Stunden ganze Landstriche kahl. Vor allem für die ländliche Bevölkerung stellt dies eine enorme Bedrohung dar: Viehhirten finden kaum noch Futter für ihre Tiere, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sorgen sich um ihre Ernten. In vielen Gebieten steht in den kommenden Wochen die nächste Aussaat an.
Die Katastrophe trifft auf Regionen, die ohnehin seit Jahren unter den Folgen von Dürren, Zyklonen und Überschwemmungen leiden. Die Menschen haben kaum Reserven und können sich aus eigener Kraft nicht helfen.
„Die Prognosen sind apokalyptisch, denn die Heuschreckenschwärme werden weiter dramatisch wachsen. 100.000 Hektar Land sind schätzungsweise allein in Äthiopien, Kenia und Somaliland betroffen. Neben der staatlichen Bekämpfung ist es entscheidend, dass wir konkrete Hilfen anbieten. Die Viehhirten brauchen zusätzliches Futter für die Tiere und die Bauern Saatgut. Viele Familien werden auch Nahrungsmittel benötigen, um bis zur nächsten Ernte überleben zu können. Die Soforthilfe kann daher nur ein erster Schritt sein“, beschrieb Matthias Späth, der Landesdirektor der Welthungerhilfe in Äthiopien, die Lage vor Ort.
Quelle: www.welthungerhilfe.de



