
Eine Million Menschen der muslimischen Minderheit der Rohingya sind nach Bangladesch geflohen und leben dort unter katastrophalen Bedingungen. „Ich habe heute mit Rohingya-Frauen gesprochen, die unermessliches Leid erfahren mussten“, sagte Entwicklungsminister Müller. „800.000 Rohingya leben in Kutupalong in einem der größten Flüchtlingslager der Welt in Strohhütten unter einfachsten Bedingungen. Das Schicksal der Rohingya hat mich tief bewegt. Diese ethnische Säuberung und die Verbrechen an den Menschen sind nicht hinnehmbar.“
Müller kündigte an, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werde seine Hilfen für die Rohingya-Flüchtlinge in den Camps und für die aufnehmenden Gemeinden in Bangladesch um 15 Millionen Euro in den Bereichen Schulbildung und Abwasser aufstocken.
„Und wir müssen insgesamt mehr Druck auf Myanmar ausüben und das Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof unterstützen, damit Myanmar Sofortmaßnahmen zum Schutz der Rohingya ergreift“, sagte Müller. „In Europa sollten wir jetzt auch die Einleitung weiterer Sanktionsmaßnahmen prüfen, etwa bei der Visavergabe oder im Bereich Handel.“
Quelle: www.bmz.de




