
Im Norden Nigerias sind 7,9 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vier der fünf ermordeten Nigerianer waren Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger und des International Rescue Committee. Der fünfte Erschossene war bei einem privaten Sicherheitsdienst beschäftigt und sollte die Helfer schützen. Sie waren am 8. Juni 2020 im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias entführt worden.
Die Geiselnehmer veröffentlichten am Mittwoch ein Video, das ihre Exekution zeigt, so die GfbV. Mit verbundenen Augen mussten die Männer knieend auf ihre Hinrichtung warten, nachdem ihre Geiselnehmer ihnen vorwarfen, für Organisationen von „Ungläubigen“ zu arbeiten.
„Entführungen und Ermordungen von einzelnen Helfern sind in Nigeria nicht selten. Aber fünf Helfer öffentlich hinzurichten, wird die humanitäre Arbeit für bedrängte Christen und Muslime in Nigeria tief erschüttern“, erkĺärte Delius. Alleine aufgrund ihrer Fürsorgepflicht für ihr Personal müssten Hilfswerke nun ihr Engagement für Notleidende im Norden Nigerias überprüfen. Schon heute könnten dort zehntausende notleidende Zivìlisten wegen der unzureichenden Sicherheitslage nicht von Hilfsorganisationen erreicht werden.
Quelle: www.gfbv.de




