
Rafael Barrantes vom Internationalen Roten Kreuz für Mexiko und Zentralamerika verwies darauf, dass die hohe Zahl der Opfer in Lateinamerika sich aus vielen Quellen speise: bewaffnete Konflikte, Agieren von Staatsorganen, Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und dem organisierten Verbrechen oder als Schicksal auf der Flucht in Richtung USA aufgrund ökonomischer und sozialer Gründe. Ein großes Problem sei die Unzuverlässigkeit offizieller Zahlen, „die ein Indikator für die Probleme der Kontrollmechanismen sind.“
Trotz ungenauer Erhebungen gehen Menschenrechtsorganisationen davon aus, dass mindestens 200.000 Menschen in Lateinamerika gewaltsam verschwunden sind. Bekannte Kontexte systematischen Verschwindenlassens sind die Operation Condor, die bewaffneten Konflikte in Guatemala und Kolumbien sowie der Drogenkrieg in Mexiko, so amerika21.
Quelle: www.amerika21.de




