
Nach Angaben der Vereinten Nationen überqueren derzeit täglich rund 2.500 Menschen die Grenze in den Sudan. Nach tagelangen Fußmärschen landen die Flüchtlinge am Ende ihrer Kräfte in den Dörfern der Provinzen Kassala und Gedaref. Etwa 40.000 Flüchtlinge brauchen jetzt dringend humanitäre Hilfe, denn sie kommen hungrig, durstig und verängstigt im Sudan an, so die Welthungerhilfe. Sie mussten in ihrer Heimat alles zurücklassen. Die UN erwarten einen weiteren Anstieg auf bis zu 400.000 Menschen in den kommenden Monaten.
„Die Menschen sind verzweifelt, denn ihre Lage ist dramatisch und unwürdig. Die bisherige Hilfe reicht nicht aus: kein Wasser, kein Essen, kaum Toiletten und kein Dach über dem Kopf. Es mangelt einfach an allem und täglich kommen mehr. Wir können diese Menschen doch nicht im Stich lassen“, sagte Welthungerhilfe-Koordinator Shadrack Mutiso über die Situation im Aufnahmezentrum für Geflüchtete in Hamdayet.
Die Welthungerhilfe wird in einem ersten Schritt rund 8.000 Menschen im Sudan mit sauberem Trinkwasser sowie Kochgeschirr, Seife, Decken und Kleidung versorgen. Gleichzeitig werden Sanitäranlagen errichtet, um die katastrophalen hygienischen Verhältnisse zu verbessern. Die Menschen haben Zuflucht in ehemaligen Flüchtlingslagern gesucht, in denen bei früheren Konflikten in der Region sudanesische Vertriebene gelebt haben. Gleichzeitig entstehen neue Camps, weil die Zahl der Flüchtlinge täglich steigt. Außerdem plant die Welthungerhilfe Schutzräume für Kinder und Frauen einzurichten.
Quelle: www.welthungerhilfe.de




