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Kamerun: Regierung untersagt Arbeit von Ärzte ohne Grenzen im Nordwesten

aerzte ohne grenzenBerlin. – Ärzte ohne Grenzen hat die Regierung von Kamerun dringend aufgefordert, die Arbeit der Hilfsorganisation im Nordwesten des Landes wieder zu ermöglichen. Tausende Menschen seien dort seit sechs Monaten ohne medizinische Versorgung. Die Behörden hatten die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen in der Region im Dezember 2020 suspendiert und als Begründung angegeben, die Organisation habe eine zu große Nähe zu bewaffneten Gruppen.

Seit Ende 2020 sind Kranke, Verletzte und werdende Mütter im Nordosten Kameruns auf sich allein gestellt, Menschen sterben an behandelbaren Krankheiten, so Ärzte ohne Grenzen. „Wir appellieren an die Regierung, die Bedürfnisse der Bevölkerung an die erste Stelle zu setzen und eine grundlegende medizinische Versorgung im Nordwesten Kameruns sofort wieder zu ermöglichen“, sagte Emmanuel Lampaert, Programmverantwortlicher für Zentralafrika.

Seit Ausbruch der Gewalt im Nordwesten Kameruns vor rund vier Jahren sind dort laut Angaben der Vereinten Nationen (UN) mehr als 700.000 Menschen auf der Flucht, rund 60.000 von ihnen flohen ins benachbarte Nigeria. Mehr als 1,4 Millionen Menschen in der Region sind laut (UN) auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Ärzte ohne Grenzen ist seit 1984 in Kamerun tätig und eine der wenigen Organisationen, die bis Ende 2020 im Nordwesten des Landes medizinische Versorgung angeboten hat.

Quelle: www.aerzte-ohne-grenzen.de 

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