Start / Länder / Afrika / AU-EU-Gipfel: Zivilgesellschaft muss besser eingebunden werden

AU-EU-Gipfel: Zivilgesellschaft muss besser eingebunden werden

venro 200Berlin. – Im Februar 2022 wollen die Staats- und Regierungsspitzen der Afrikanischen und Europäischen Union auf einem Gipfeltreffen die Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit beider Kontinente stellen. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) äußerte jetzt jedoch scharfe Kritik an der Vorbereitung des Gipfels: Die Zivilgesellschaft sei dabei nicht genügend eingebunden worden.

„Wie die Zivilgesellschaft systematisch in diesen Prozess einbezogen wird, bleibt unklar“, erklärte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Zwar gab es im Vorfeld des Ministertreffens eine Konsultation mit der Zivilgesellschaft. Diese wurde allerdings sehr kurzfristig angesetzt und hat den eingeladenen Organisationen wenig Zeit gegeben, sich darauf vorzubereiten.“

VENRO fordert, dass zivilgesellschaftliche Organisationen aus Afrika und Europa, einschließlich Diaspora-Organisationen, bei der Ausgestaltung der AU-EU-Partnerschaft eine wichtige Rolle einnehmen. „Ihre speziellen Kenntnisse und Perspektiven müssen in die Verhandlungen auf dem Gipfeltreffen einfließen“, sagte Bornhorst. Das betreffe die Migrations- und Beschäftigungspolitik ebenso wie Fragen der Energiewende, Digitalisierung und einer guten Regierungsführung.

VENRO fordert zudem, dass das Recht auf Gesundheit eine höhere Priorität in der Partnerschaft erhält. „Die EU muss im Rahmen der AU-EU-Partnerschaft ihre Mittel zur medizinischen Grundversorgung in afrikanischen Staaten deutlich erhöhen, um die Versorgung der Menschen dort zu verbessern. Die lokale Produktion von Impfstoffen, Arzneimitteln und anderen medizinischen Produkten sollte gezielt gefördert werden“, erklärte Bornhorst.

In der europäischen Migrationspolitik mahnte er einen Kurswechsel an: „Gelder für Entwicklungszusammenarbeit dürfen keinesfalls zur Abwehr von Migrant_innen instrumentalisiert werden. Stattdessen muss die EU den Schutz von Geflüchteten sowie sichere Verfahren zur Aufnahme von afrikanischen Migrat_innen in den Mittelpunkt der Verhandlungen stellen.“

Quelle: www.venro.org

Markiert:

Login

Neue Jobs bei epojobs.eu

Bannerwerbung

GNE Banner
GNE Banner

Newsletter abonnieren!

Subscription Form

Events

Anstehende Events

Tags

Afrika Armut Bildung BMZ Brasilien CO2 Coronavirus Deutschland Entwicklungsfinanzierung Entwicklungshilfe Entwicklungspolitik Entwicklungszusammenarbeit Ernährung Europäische Union EZ Fairer Handel Flüchtlinge Gesundheit Humanitäre Hilfe Hunger Jemen Katastrophen Kinder Klimagipfel Klimakrise Klimaschutz Kolumbien Konflikte Kriege und Konflikte Landwirtschaft Medien Menschenrechte Migration Nachhaltigkeit News Nothilfe Oxfam Pressefreiheit Sudan Syrien Umwelt UNO USA Wahlen Weltwirtschaft