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VENRO: Starke Entwicklungspolitik braucht eigenständiges Ministerium

venro 200Berlin. – Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) hat sich mit einem dringenden Appell an die Parteien in den Koalitionsverhandlungen gewandt. Er erwartet von der kommenden Bundesregierung deutlich mehr Anstrengungen in der Entwicklungspolitik. Dazu gehöre auch ein starkes und eigenständiges Ministerium, erklärte VENRO.

„Angesichts der Zunahme von Armut und Hunger und den global notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung der Agenda 2030 muss das entwicklungspolitische Engagement Deutschlands in der neuen Legislaturperiode weiter gestärkt werden“, erklärte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Aus gutem Grund gibt es seit 60 Jahren für diese wichtige Aufgabe ein selbstständiges Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Dieses aufzulösen und in ein anderes Ressort zu integrieren, hieße die Entwicklungspolitik zu schwächen. Dies zeigen uns die Erfahrungen aus Ländern wie Großbritannien und den Niederlanden.“

„Deutschland steht in der Verantwortung, seine Rolle als weltweit wichtiger Geber weiterhin zu erfüllen“, betonte Bornhorst. „Die kommende Bundesregierung muss im Koalitionsvertrag festhalten, dass sie die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden vier Jahren jährlich weiter anheben wird. Dabei ist darauf zu achten, dass die Mittel der Armutsbekämpfung zugutekommen.“

Quelle: www.venro.org

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