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Studie: Kinder in einer Welt mit AIDS katastrophal benachteiligt

WVNew York/Friedrichsdorf (epo). – Durch AIDS verwaiste und gefährdete Kinder leiden öfter Hunger, sind häufiger krank und fehlen öfter in der Schule. Das hat das Kinderhilfswerk WORLD VISION in einer neuen Studie festgestellt, die am Dienstag anlässlich der Sondersitzung der Vereinten Nationen zum Thema HIV und AIDS veröffentlicht wurde. Mädchen und Jungen, deren Familien von HIV/AIDS betroffen sind, seien gegenüber anderen Kindern klar benachteiligt, heißt es in der Publikation mit dem Titel „Ein weiter Weg“.

Die Studie decke auf, „dass die UN-Mitgliedsstaaten ihre Verpflichtungen aus dem Jahr 2001 nicht eingehalten haben“, so WORLD VISION. Ursprünglich wollten die Mitgliedsländer bis 2006 Richtlinien zur Versorgung schutzbedürftiger Kinder erstellen, um sie vor Diskriminierung zu schützen,  seelsorgerisch zu betreuen und neue Finanzmittel zu mobilisieren. „Leider ist dies nicht gelungen“, resümiert Marwin Meier, der die HIV/AIDS-Arbeit von WORLD VISION Deutschland koordiniert.

Bei der Studie über Kinder und AIDS waren im Frühjahr 2005 betroffene Mädchen und Jungen, deren Betreuer sowie Regierungsvertreter in Mosambik, Äthiopien, Sambia und Uganda angehört worden. Die Frage: Wie leben Kinder, deren Eltern HIV-infiziert sind oder bereits an AIDS gestorben sind im Vergleich zu anderen? Und wie leben verwaiste Mädchen und Jungen, die bei ihren Großeltern aufwachsen oder in einem kindgeführten Haushalt groß werden?

In einem Studiengebiet, so WORLD VISION, hatten nur 9% der AIDS-betroffenen Kinder genügend Nahrung, verglichen mit 90% der Nichtbetroffenen. In allen untersuchten Ländern fehlten die schutzbedürftigen Kinder öfter in der Schule. Lediglich in Uganda gebe es Richtlinien zur Versorgung von Waisen und gefährdeten Kindern. Die Botschaft unmittelbar vor der Folgekonferenz der UN-Verpflichtungserklärung zu HIV/AIDS, die am Mittwoch in New York beginnt und bis 2. Juni dauert, laute: „Wir müssen mehr für AIDS-betroffene Kinder tun!“

Der UN-Sonderbeauftragte für AIDS in Afrika, Stephen Lewis, bekräftigte die WORLD VISION-Forderungen: „Millionen von Waisen des afrikanischen Kontinents kämpfen um ihr Überleben. Die mickrige Antwort der Welt auf diese kollektive Krise ist unverantwortlich. Es ist Zeit für alle Regierungen und Institutionen, die nötigen Schritte zu unternehmen, sich des Schicksals dieser Kinder anzunehmen. Wir brauchen mehr Mittel und konkrete Umsetzung. Darauf sollten wir uns konzentrieren.“

? AIDS-Kampagne deutscher Organisationen
? WORLD VISION Deutschland

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