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Pakistan: Nach der Flut drohen Hunger und Krankheiten

misereorAachen. – Nach den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan wächst die Angst vor dem Ausbruch von Krankheiten wie Cholera und Malaria, aber vor allem vor einer katastrophalen Nahrungsmittelknappheit über einen längeren Zeitraum. Misereor-Partnerorganisationen berichten, dass noch immer Tausende Familien auf Evakuierung und Nothilfe warten und unter freiem Himmel übernachten und leben müssen.

„Das Ausmaß der durch den Klimawandel bedingten Katastrophe ist erschreckend! Die Häuser der Menschen, ihre Ernte und ihre Nutztiere sind weggeschwemmt worden. Straßen, Brücken, Krankenhäuser und Schulen sind zerstört. Betroffen von der Katastrophe sind auch die für die Nahrungsmittelproduktion bedeutenden fruchtbaren Gebiete in der südlichen Ebene Pakistans. Damit droht eine massive Ernährungsunsicherheit durch den Verlust der Lebensgrundlagen“, erklärte Misereor-Geschäftsführer Bernd Bornhorst.

Misereor hat seinen pakistanischen Partnerorganisationen zunächst 200.000 Euro zur Verfügung gestellt, um Nothilfe leisten zu können: Der MISEREOR-Partner BASIC Development Foundation (BDF) verteilt in der besonders betroffenen Region Sindh Lebensmittelpakete mit Mehl, Reis, Öl, Salz, Keksen, Milch und Saft an hunderte Familien. Mit Hochdruck wird an der Bereitstellung von Trinkwasser gearbeitet, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern.

Darüber hinaus stellen die Helfer und Helferinnen Hygieneartikel, Zelte, Plastikplanen und Seile für die Befestigung zur Verfügung. Auch die langfristige Unterstützung für den Wiederaufbau von Häusern, wie z.B. die Beschaffung von Baumaterialien für Dächer wird jetzt geplant. „Misereors langjähriger Partner BASIC Development Foundation ist im Sindh bereits seit Jahren aktiv und pflegt vertrauensvolle Kontakte zur betroffenen Dorfbevölkerung. So ist sichergestellt, dass die Hilfe die besonders Bedürftigen erreicht“, so Bornhorst.

Pakistan gehört bereits jetzt zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern der Welt. Dennoch fehlt es an staatlichen Präventions- und Hilfsprogrammen. So ist die Bevölkerung weitgehend auf sich selbst gestellt. Die Menschen im Land brauchen internationale Unterstützung zur Bewältigung der extremen Notlage und um sich an einen Klimawandel anzupassen, zu dem das Land selbst kaum beigetragen hat.

Die hohe Gefährdung Pakistans durch Naturereignisse spiegelt sich auch im WeltRisikoIndex des Bündnis Entwicklung Hilft, in dem Misereor Mitglied ist. Im aktuellen Index des WeltRisikoBerichts 2022 liegt Pakistan auf Rang 10 des globalen Katastrophenrisiko-Rankings.

Quelle: www.misereor.de

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