
„Wir haben immer gewusst, dass die Umwelt die Gesundheit sehr weitgehend beeinflusst, aber diese Schätzungen sind die bislang besten“, sagte der geschäftsführende WHO-Direktor Anders Nordstöm. „Sie werden uns dabei helfen zu zeigen, dass weise Investitionen zur Schaffung einer hilfreichen Umwelt eine erfolgreiche Strategie sein kann, die Gesundheit zu verbessern und eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen“.
Dem Bericht zufolge könnten mehr als 40% der Malaria-Todesfälle und 94% der Durchfallerkrankungen in Entwicklungsländern durch ein besseres Umweltmanagement vermieden werden. Diese beiden Krankheitsarten gehören zu den wichtigsten Ursachen für hohe Kindersterblichkeit. Die Autoren des Berichts plädieren für saubere Wasserbehälter im Haushalt und eine bessere Hygiene, die Nutzung saubererer Brennstoffquellen, einen sorgfältigeren Umgang mit Giftstoffen zu Hause und am Arbeitsplatz und eine sorgfältigere Verwaltung der Wasserressourcen.
Der Bericht listet die häufigsten Todesursachen auf. Demnach sterben jährlich 2,6 Millionen Menschen an Herz- und Gefäßkrankheiten, 1,7 Millionen an Durchfall, 1,5 Mio. an Erkrankungen der unteren Atemwege, 1,4 Mio. an Krebs, 1,3 Mio. an chronischen Lungenkrankheiten, 470.000 an Verkehrsunfällen und 400.000 an unbeabsichtigten Verletzungen.
WHO Bericht Preventing Disease Through Healthy Environments: towards and estimate of the environmental burden of disease
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