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Nigeria: Shell´s irreführende Angaben zur Kontrolle von Methanemissionen verschleiern die Realität

Methan ist viel schädlicher für das Klima als Kohlendioxid. Trotz weltweiter Bemühungen die Methanemissionen zu kontrollieren, steigen sie weiter an, meldet das Nachrichtenportal allAfrica. Über ein Drittel der Methanemissionen stammen aus der Produktion und dem Betrieb fossiler Brennstoffe. Die großen Ölkonzerne, angeführt von Shell, behaupten öffentlich, ihre Methanverschmutzung zu reduzieren, doch Wissenschaftler, Experten und Aufsichtsbehörden warnen, dass die Berichterstattung über Branchendaten irreführend sei, berichtet Premium Times.

Trotz des jahrelangen und stetig steigenden Bewusstseins für die Klimakrise steigen die Treibhausgaswerte weiter an. In der Vergangenheit lag das Augenmerk größtenteils auf Kohlendioxid. Mittlerweile ist klar, dass eine schnelle und nachhaltige Reduzierung des Methanausstoßes ein weiterer Schlüssel zur Begrenzung der globalen Erwärmung ist. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) hat Methan über einen Zeitraum von 20 Jahren ein über 80-Mal höheres Wärmespeicherpotenzial als Kohlendioxid und hat zu über 30 % des globalen Temperaturanstiegs seit der Industriellen Revolution beigetragen.

Im Gegensatz zu Kohlendioxid, das ein Abfall- und Nebenprodukt menschlicher Aktivitäten ist, ist Methan ein begehrtes Gas, das durch Fracking und andere Gasgewinnungsmethoden hergestellt wird.

Shell, einer der weltweit größten Öl- und Gasproduzenten und führend bei den Bemühungen der Industrie zur Methankontrolle, meldete einen Rückgang der gesamten Methanemissionen aus seinen Betrieben von 50.000 Tonnen im Jahr 2021 auf 40.000 Tonnen im Jahr 2022. Das entspricht einer Reduzierung von 27 %. Das Unternehmen gibt außerdem an, sein Ziel erreicht zu haben, die Intensität der Methanemissionen unter 0,2 % zu halten. Allerdings ist die Art und Weise, wie die fossilen Giganten ihre Emissionen berechnen, mit Fehlern behaftet. Derzeit führen nur wenige Hersteller regelmäßige Feldmessungen sowie Wartungsarbeiten an der Ausrüstung durch, um Lecks oder andere unbeabsichtigte Emissionen festzustellen.

Laut Statistiken der nigerianischen National Oil Spill Detection and Response Agency (NOSDRA) und des Gas Flaring Tracker-Satelliten der Weltbank haben Ölunternehmen im ganzen Land, darunter Shell, in den letzten vier Jahren Gas im Wert von rund 3,9 Milliarden US-Dollar abgefackelt.

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