
„Die größte Herausforderung besteht darin, dass wir die lebenswichtige Hilfe nicht sicher in die Gebiete bringen können, in denen sich Menschen in Not befinden. Es wird immer schwieriger, den Menschen zu helfen“, berichtet Bohdan Didenko, CARE Ukraine Emergency Response Officer.
In Pokrovsk gibt es derzeit weder Gas noch Wasser oder Heizung. Die Häuser einiger Bewohner:innen sind durch Beschuss beschädigt, doch es ist fast unmöglich, in der Stadt Reparaturmaterialien zu erhalten. Eine einzige Apotheke ist nur wenige Stunden am Tag geöffnet, es kommt zu langen Warteschlangen, notwendige Medikamente fehlen. In den Regionen Donezk, Charkiw und Cherson gab es zudem zwischen Juli und September mindestens 23 gemeldete Angriffe auf humanitäre Helfer:innen und Einrichtungen, bei denen Mitarbeiter:innen humanitärer Organisationen und Zivilipersonen verletzt und humanitäre Einsätze behindert wurden. CARE und seine Partnerorganisationen waren gezwungen, ihre Teams aus der Stadt zu evakuieren.
„Trotz dieser schwierigen Umstände werden wir uns weiter dafür einsetzen, die bedürftigsten Menschen zu erreichen“, sagt Franziska Jörns, stellvertretende CARE-Länderdirektorin in der Ukraine. „Wir bekräftigen unsere Forderung nach einem sicheren und ungehinderten Zugang für humanitäre Helfer:innen im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht, damit wir die von Konflikten und Krisen betroffenen Menschen mit dringend benötigter Hilfe unterstützen können.“
CARE wurde 1945 gegründet, um Armut und Hunger in Europa mit über 100 Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in über 100 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und beteiligt insbesondere Frauen und Mädchen. Im vergangenen Jahr hat CARE rund 167 Millionen Menschen weltweit unterstützt.
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