
Konflikte zu vermeiden, ist nicht nur aus humanitären, sondern auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll. Allein 2023 kosteten Konflikte die Weltwirtschaft rund 19,1 Billionen US-Dollar. Das entspricht in etwa der gesamten Wirtschaftsleistung der Europäischen Union. Das wären umgerechnet durchschnittlich 2.380 Dollar für jeden Menschen auf der Welt. ONEs Analyse beruht auf Forschungsergebnissen von Wissenschaftler*innen des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Stephan Exo-Kreischer, Europadirektor von ONE, sagt: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, Sicherheit nur auf das Militärische zu reduzieren. Zur Sicherheit tragen auch Faktoren wie wirtschaftlicher Aufstieg, politische Stabilität und Chancengleichheit bei. Entwicklung und Sicherheit sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Konflikte brechen viel öfter dann aus, wenn Menschen keine Perspektive haben. Wer also fordert, mindestens zwei Prozent der Wirtschaftskraft für die Verteidigung aufzuwenden, muss im selben Atemzug auch fordern, 0,7 Prozent in die Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Die Zahlen lügen nicht: Jeder Dollar, der für Entwicklung ausgegeben wird, rettet Leben und spart Geld. Wenn wir es mit der Sicherheitspolitik ernst meinen, dann sind Investitionen in die Entwicklung keine Almosen, sondern Ausdruck von gesundem Menschenverstand.“
ONE
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