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Klimawandel auf dem Kilimandscharo: Gletscherschwund und Dürren bedrohen Landwirtschaft

worldvisionKilimandscharo. – Der diesjährige Weltwassertag (22. März) steht im Zeichen der schmelzenden Gletscher. Ein besonderes Augenmerk der internationalen Kinderhilfsorganisation World Vision liegt dabei auf dem Kilimandscharo, wo der Gletscherschwund in Verbindung mit abnehmenden Schneefällen und Entwaldung voranschreitet. Die Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung sind dramatisch: Landwirtschaft und Lebensgrundlagen in der Region sind zunehmend bedroht.

In den letzten fünf Jahren wurde die Landwirtschaft in der Kilimandscharo-Region massiv durch die Folgen des Klimawandels beeinträchtigt. Die Jahre 2022 und 2023 waren von einer langanhaltenden Dürre geprägt, in der die Regenzeiten unzuverlässig waren oder ganz ausfielen. Insbesondere die sogenannte kleine Regenzeit (Oktober bis Dezember) blieb komplett aus. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Ernteerträge und zu Unsicherheiten für die Landwirte, die die Anbausaison nicht mehr zuverlässig vorhersagen können.

Gideon Cohen ist Projektmanager von World Vision: „Anfang des Jahres kehrte der Regen zurück, jedoch in unregelmäßiger und zerstörerischer Form. Die Hauptregenzeit war kurz, mit extrem starken Niederschlägen in wenigen Tagen. Dies führte zu Ernteausfällen, Überschwemmungen, beschädigten Straßen und zerstörten Häusern in den tiefer gelegenen Gebieten rund um den Kilimandscharo.“ Die insgesamt geringeren Niederschläge führen auch dazu, dass die Gletscherzonen auf dem Kilimandscharo schrumpfen. So fällt die Menge des Schmelzwassers geringer aus, diese ist aber eine wichtige Wasserreserve für die Landwirtschaft.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von World Vision Tansania ist der Umweltschutz und die Förderung klimaresilienter Landwirtschaftspraktiken. Besonders der Schutz und die Wiederaufforstung von Wäldern stehen im Fokus. Gideon Cohen: „Junge Menschen werden gezielt ermutigt, Bäume zu pflanzen und zu pflegen. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen werden Setzlinge seltener und heimischer Baumarten gezogen, um bedrohte Arten zu erhalten und die Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber Klimaveränderungen zu stärken.“

Ein weiteres zentrales Projekt von WVT ist die Umsetzung der Farmer-Managed Natural Regeneration (FMNR) in den trockenen Gebieten rund um den Kilimandscharo. Dieses Modell zur natürlichen Wiederbewaldung wird derzeit mit Unterstützung von World Vision Deutschland in Naberera, südlich des Berges im Masai-Plateau, ausgebaut. Dabei werden die Sprossen austreibender Wurzeln vor Abholzung und Viehfraß geschützt und so das Wachstum heimischer Baumarten ermöglicht.

Gideon Cohen: „Trotz dieser Maßnahmen leiden die Familien in der Region unter den Folgen der schrumpfenden Gletscherzonen am Kilimandscharo. Die Ernten fallen insgesamt geringer aus, die Familien verarmen und insbesondere die Perspektiven für die Kinder verschlechtern sich. Deshalb setzt sich World Vision umfangreich für die Verbesserung der Lebensbedingungen gerade für Kinder ein.“ So ist World Vision in mehreren Regionen um den Kilimandscharo tätig, darunter die Trockenregionen im Rift Valley und das Masai-Plateau in den Regionen Kilimandscharo, Manyara und Arusha. Während der Dürre hat World Vision zusammen mit anderen Organisationen, lokalen Regierungsbehörden und Gemeinden unter anderem Schulernährungsprogramme umgesetzt. World Vision Tansania ist Teil der internationalen Hilfsorganisation World Vision und setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern, Familien und Gemeinden durch nachhaltige Entwicklungsprogramme ein.

World Vision
www.worldvision.de

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