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Annan und Merkel weihen neuen UN-Campus in Bonn ein

UN Campus in BonnBonn (epo.de). – UN-Generalsekretär Kofi Annan und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben den neuen Campus der Vereinten Nationen in Bonn eingeweiht. Nach einem Festakt im Internationalen Kongresszentrum Bundeshaus Bonn durchschnitten beide am Dienstag ein Band am sanierten früheren Abgeordneten-Hochhaus, das als „Langer Eugen“ bekannt geworden war. Anschließend wurde die blau-weiße Flagge der UNO aufgezogen und der neue Sitz offiziell übergeben. „Der UN-Campus in Bonn ist ein Wahrzeichen für die internationale Verantwortung unseres Landes,“ sagte Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann zu Beginn des Festakts. „Der Einzug der Vereinten Nationen in ehemalige Gebäude des Deutschen Bundestages gehört zu den sichtbaren Zeichen des Wandels von der Bundeshauptstadt zur deutschen UNO-Stadt.“

Gebäude, in denen viele Jahrzehnte lang die Weichen für die Politik der Bundesrepublik gestellt wurden, stünden heute für die weltumspannende Arbeit der Vereinten Nationen und für den UNO-Standort Bonn als Plattform für nachhaltige Entwicklung weltweit, sagte Bonns OB Dieckmann. Sie erinnerte daran, dass das Ensemble noch nicht komplett sei: Mit Unterstützung von Bund und Land NRW baue SMI Hyundai das Internationale Kongresszentrum, das den Anforderungen der UNO optimal entsprechen solle.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hält die Ansiedlung weiterer UN-Institutionen in Bonner UN-Campus für möglich. „Sollten wir in Zukunft einen Standort für eine neue Einheit der UN suchen müssen, so denke ich, dass die Vereinten Nationen Bonn gerne in Betracht ziehen würden“, sagte Annan dem Bonner General-Anzeiger.

Bundeskanzlerin Merkel sagte der Stadt Bonn zu, die Ansiedlung weiterer UNO-Einrichtungen am Rhein ein wichtiges außenpolitisches Anliegen der Regierung. Bonns Weg zur deutschen UNO-Stadt begann mit dem Umzugsbeschluss des Deutschen Bundestages 1991, in dem von der Ansiedlung „nationaler, internationaler und supranationaler Organisationen“ in Bonn die Rede war. Seither haben sich das Sekretariat der UN-Klimarahmenkonvention (1995) und im Haus Carstanjen, dem bisherigen UN-Domizil, zwölf UN-Einrichtungen angesiedelt.

2002 wurde mit dem „Bellevue-Vertrag“ der weitere Ausbau der UNO-Stadt Bonn und des Internationalen Kongresszentrums festgeschrieben. 2003 entschied die Bundesregierung, den Vereinten Nationen den „Langen Eugen“ zur Verfügung zu stellen. Die Bürger Bonns sollen im Herbst bei einem „Tag der offenen Tür“ Gelegenheit haben, den neuen UN Campus Bonn zu besichtigen.

In Bonn sind derzeit folgende UN-Einrichtungen angesiedelt:

  • Das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV)
  • Das Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC)
  • Das Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD)
  • Das Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten  (UNEP/CMS)
  • Die UNEP Sekretariate von AEWA, ASCOBANS und EUROBATS
  • Das Regionale Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa – Verbindungsbüro in Deutschland (UNRIC)
  • Das Internationale Zentrum für Berufsbildung der UNESCO (UNESCO/UNEVOC)
  • Das Europäische Zentrum für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation  (WHO/ECEH)
  • Das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS)
  • Das Sekretariat der Vereinten Nationen für die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge – Plattform zur Förderung von Frühwarnung – (UN/ISDR-PPEW)

 Bundesstadt Bonn
 UNO

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