Start / Entwicklung / Entwicklungszusammenarbeit / Entwicklungshilfe: Bischöfe aus dem globalen Süden appellieren an Bundesregierung

Entwicklungshilfe: Bischöfe aus dem globalen Süden appellieren an Bundesregierung

missio aachen 300Aachen. – Zum Streit in der Koalition zwischen CDU/CSU und SPD um ein mögliches Aus des Entwicklungsministeriums (BMZ) haben sich katholische Bischöfe aus dem globalen Süden zu Wort gemeldet. Sie verweisen auf das »friedensstiftende Potenzial bisheriger deutscher Politik« und fordern die Bundesregierung dazu auf, die Entwicklungszusammenarbeit zu stärken. Das Amt des Beauftragten für Religionsfreiheit solle fortgeführt und gestärkt werden, heißt es in einem am Sonntag in Aachen veröffentlichten Appell.

Die Bischöfe aus Afrika und dem Nahen Osten wandten sich gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio Aachen an Union und SPD. Erzbischof Ignatius Kaigama, der die nigerianische Hauptstadtdiözese Abuja leitet, betonte das friedensstiftende Potenzial bisheriger deutscher Politik. Dieser Einsatz dürfe nicht geschwächt werden. 

„Unsere Partner leben in Regionen, in denen interreligiöser Dialog Menschenleben rettet“, erklärte missio-Präsident Dirk Bingener. „Dafür brauchen sie weiter die uneingeschränkte Solidarität der Bundesregierung.“ Das Augenmerk der Bischöfe galt inbesondere auch der Religions- und Meinungsfreiheit in ihrer Heimat, die mithilfe der Entwicklungszusammenarbeit verbessert werden könnten.

Bischof Aldo Berardi, Apostolischer Vikar im Nördlichen Arabien, sagte, die Christen in Arabien brauchten eine starke Stimme, die das Recht auf Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit verteidige. Der Bischof der Chaldäisch-katholischen Kirche im syrischen Aleppo, Antoine Audo, warnte, dass „eine Schwächung des Beauftragten für Religionsfreiheit ein Rückschritt in der internationalen Zusammenarbeit auf der Grundlage der Menschenrechte wäre“.

Quelle: missio Aachen
www.missio-hilft.de

Markiert: