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Stiftung Nord-Süd-Brücken bleibt bedeutendster unabhängiger Finanzier ostdeutscher NRO

Nord-S?d-Br?cken

Berlin (epo.de). – Die Stiftung Nord-Süd-Brücken hat im vergangenen Jahr 97 Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit (EBÖA) mit einer Gesamtfördersumme von 511.000 Euro bezuschusst. Mit dieser Fördersumme liegt die Stiftung deutlich über den offiziellen Entwicklungszahlungen (ODA) von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahre 2004.

 

Der Großteil der Mittel floss in die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit: Insgesamt wurden 81 Projekte von NRO aus allen fünf Bundesländern und dem Ostteil von Berlin kofinanziert. Zwischen Rostock, Burg im Spreewald, Görlitz, Ilmenau und Quedlinburg förderte die Stiftung 76 ostdeutsche Vereine. Unterstützt wurden 16 Auslandsprojekte von Partnern ostdeutscher NRO u.a. in Angola, Tansania, Indien und Nikaragua.

Seit ihrer Gründung 1994 hat die Stiftung Nord-Süd-Brücken rund 1.450 Projekte mit einer Gesamtsumme von 9,4 Mio. Euro finanziert. Damit ist die Stiftung Nord-Süd-Brücken der bedeutendste Finanzier ostdeutscher Nichtregierungsorganisationen – neben dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED).

„Die Inlandsarbeit ostdeutscher Vereine problematisiert die Konsequenzen der Globalisierung, verweist auf Potenziale des Fairen Handels und wirkt oft auch antirassistisch und interkulturell. Hier fordern wir allerdings ein stärkeres finanzielles Engagement der ostdeutschen Bundesländer, in deren Verantwortung die Bildungsarbeit fällt“, betonte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Peter Stobinski, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts.

Die Stiftung Nord-Süd-Brücken entstand auf Initiative des Anfang 1990 gegründeten Entwicklungspolitischen Runden Tisches. Das Stiftungskapital von rund 17 Mio. Euro stammt ursprünglich aus Spenden von DDR-BürgerInnen. Mit den Erträgen der Vermögensverwaltung und zusätzlich akquirierten Mitteln unterstützt die Stiftung mehrere Hundert vorrangig ehrenamtlich arbeitende entwicklungspolitische Vereine in den neuen Bundesländern bei der solidarischen Entwicklungszusammenarbeit und bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität in Nord und Süd.

Stiftung Nord-Süd-Brücken

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