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Kortmann: BMZ will Rechte indigener Völker stärken

Karin KortmannBerlin (epo.de) – Anlässlich des Internationalen Tages der Indigenen Völker am 9. August hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Karin Kortmann, eine stärke Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit an den Rechten und Bedürfnissen indigener Völker und ihrer Organisationen angekündigt. „Eine aktive Beteiligung indigener Völker am Entwicklungsprozess ist unverzichtbar. Nur so können ihre Menschenrechte verwirklicht werden“, erklärte Kortmann am Dienstag in Berlin.

Insbesondere in Ländern mit hohem indigenen Bevölkerungsanteil könnten die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ohne die Entwicklungsbeiträge von Indigenen und ohne die konkrete Verbesserung ihrer Lebenssituation nicht erreicht werden, sagte Kortmann.

Die Grundlage für das verstärkte Engagement bildet das „Konzept zur Zusammenarbeit mit indigenen Völkern in Lateinamerika und der Karibik“, das kürzlich vom Entwicklungsministerium verabschiedet wurde. Es wurde in einem intensiven Konsultationsprozess insbesondere auch mit indigenen Organisationen in Lateinamerika erarbeitet.

Kernpunkte des Konzeptes sind nach Angaben des BMZ die Prinzipien der Einbeziehung indigener Völker in alle Vorhaben, die sie betreffen, die institutionelle Förderung indigener Organisationen sowie die Stärkung indigener Rechte auf internationaler Ebene. In Anlehnung an die Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit den Ländern Lateinamerikas konzentriert sich die Förderung auf die Bereiche Demokratisierung, Management natürlicher Ressourcen, Friedensentwicklung und Krisenprävention sowie soziale Entwicklung.

Kortmann hob die Notwendigkeit hervor, die Fähigkeit indigener Organisationen zur Interessensvertretung zu stärken. „Indigene Organisationen werden auf nationaler und internationaler Ebene zunehmend als Gesprächs- und Verhandlungspartner anerkannt. Ihre Führungspersönlichkeiten haben jedoch oftmals keinen Zugang zu Aus- und Weiterbildung. Das muss sich ändern.“

Als ein innovatives Beispiel für das Engagement der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in diesem Bereich wies Kortmann auf das vom Entwicklungsministerium geförderte Vorhaben Indigene Interkulturelle Universität (IIU) hin, das seit 2005 die Einrichtung eines Universitätsnetzwerkes in neun lateinamerikanischen Ländern unterstützt. Deren Studiengänge für Postgraduierte seien speziell auf die Bedürfnisse indigener Zielgruppen ausgerichtet und bereiteten die Absolventen gezielt auf die Bearbeitung indigener und interkultureller Aufgabenfelder in ihren jeweiligen Gesellschaften vor.

 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
 Center for World Indigenious Studies

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