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Myanmar: UN fordern mehr Unterstützung für Opfer des Erdbebens

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher in Mandalay. Screenshot von Post auf X.com by epo.de

Mandalay. – Die Vereinten Nationen haben dazu aufgerufen, die Erdbebenopfer in Myanmar stärker zu unterstützen. UN-Nothilfe-Koordinator Tom Fletcher besuchte am Samstag die zweitgrößte Stadt des Landes, Mandalay, wo bislang bisher 2.122 Tote geborgen wurden. Insgesamt starben bei dem Beben der Stärke 7,7 am 28. März nach Regierungsangaben mindestens 3.300 Menschen, mehr als 4.850 wurden verletzt.

„The destruction is staggering. Lives lost. Homes destroyed. Livelihoods shattered. But the resilience is incredible. The world must rally behind the people of Myanmar. – Tom Fletcher, OCHA

Laut den Vereinten Nationen haben bislang 18 Länder Hilfe bereitgestellt, mehr als 60 Hilfsflüge brachten Einsatzkräfte und Hilfsgüter ins Land. Zu den ersten Helfern, die Überlebende aus den Trümmern retteten, gehörten nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters Einsatzkräfte aus China, Indien und Russland. Die UNO schätzt die Zahl der Betroffenen des Erdbebens in Myanmar auf mehr als drei Millionen Menschen.

Myanmar wird seit dem Putsch im Jahr 2021 von einer Militärjunta regiert, die von mehreren Rebellengruppen bekämpft wird. Die Militärmachthaber hatten für den Zeitraum der Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten eine dreiwöchige Waffenruhe verkündet, die laut UN-Menschenrechtsbüro (OCHA) aber nicht eingehalten wird. Seit Mittwoch seien mindestens 16 Luftangriffe des Militärs auf Ziele in verschiedenen Landesteilen geflogen worden, darunter auch Erdbebengebiete.

Noch während der Rettungsarbeiten wurden drei Helfer der US-Behörde für Internationale Entwicklung (USAID) von der Trump-Regierung entlassen. Sie seien nach Myanmar gereist, um zu helfen. Dort sei ihnen ihre Entlassung mitgeteilt worden, erklärte die frühere stellvertretende Leiterin des USAID-Büros für Humanitäre Hilfe, Marcia Wong, gegenüber Reuters. 

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben nach Angaben von Reuters bislang lediglich zwei Millionen US-Dollar Nothilfe zugesagt und ein dreiköpfiges Erkundungsteam entsandt. Die Volksrepublik China hingegen sei mit mehr als 30 Rettungsteams und über 600 Einsatzkräften vor Ort und habe bislang 2,5 Millionen Yuan (rund 206 Millionen US-Dollar) zur Verfügung gestellt.

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