
Die 2001 von der UN-Vollversammlung beschlossene Bestandsaufnahme beschreibt Ausmaß, Erscheinungsformen und Ursachen der Gewalt gegen Kinder und analysiert bestehende Schutz- und Hilfsangebote. Ein internationaler Aktionsplan verweist auf notwendige Schritte, um der alltäglichen Verletzung von Kinderrechten zu begegnen. Das Dokument ist das Resultat umfangreicher Recherchen, an denen Regierungen, die Zivilgesellschaft, aber auch Kinder selbst beteiligt waren.
Es sei wichtig, dieses alltägliche und oftmals stumme Leiden von Kindern öffentlich zu machen, erklärte das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Gewalt gegen Kinder beenden“. Effektive Maßnahmen zum Schutz der schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft müssten politische Priorität haben.
„terre des hommes begrüßt die UN-Studie als eine wichtige Botschaft an Regierungen weltweit, ihre Maßnahmen zum Kinderschutz auf den Prüfstand zu stellen und zu verstärken“, sagte Raffaele Salinari, Präsident der Internationalen Föderation terre des hommes. Um die konsequente Umsetzung der Vorschläge auf internationaler Ebene wirklich zu sichern, unterstütze terre des hommes nachdrücklich die in der Studie erhobene Forderung nach einem UN-Sonderbeauftragten zum Thema. „Ein solch politisch hoch angesiedeltes Amt würde außerdem deutlich machen, dass die Staatengemeinschaft es ernst meint mit einem verbesserten Schutz von Jungen und Mädchen, die unterschiedlichsten Formen von Gewalt ausgesetzt sind.“
terre des hommes ist in seiner täglichen Arbeit mit den Auswirkungen von Gewalt gegen Kinder konfrontiert. Zusammen mit Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika setzt sich terre des hommes dafür ein, dass gehandelte, missbrauchte oder verlassene Jungen und Mädchen betreut werden und die Chance auf eine Zukunft ohne Angst erhalten.




